Die heimischen Kreisliga-Trainer stehen voll hinter der Corona-Pause. Die meisten setzten deshalb auch das Training ab - aber nicht alle.

von Ulrich Eckei

Kreis Unna

, 16.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der Fußballverband Westfalen hat entschieden, Amateurspiele bis zum 19. April wegen des Coronavirus´auszusetzen. Unsere Sportredaktion hörte sich dazu in der Kreisliga A (2) um.

Bernd Schimanski, Geschäftsführer Kamener SC: „Grundsätzlich akzeptieren wir diese Entscheidung, denn Gesundheit ist wesentlich wichtiger als der Fußball. Wir werden den Trainingsbetrieb zunächst bis zum 19. April aussetzen. An unsere Spieler haben wir die Empfehlung gegeben, sich eventuell mit Waldläufen fit zu halten.“

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Sebastian Eckei, Trainer BSV Heeren: „Die Entscheidung ist nachvollziehbar. Aufgrund des nicht absehbaren Verlaufs des Coronavirus´ ist die Aussetzung der Begegnungen bis zum 19. April die logische Konsequenz. Den Trainingsbetrieb werden wir zunächst auf unbestimmte Zeit aussetzen. Allerdings bleibt das Trainerteam mit den Akteuren stets im Kontakt. Sobald eine Besserung eingetreten ist, wird es dann wieder losgehen.

„Ich finde die Absage bis zum 19. April etwas zu lang.“
Emre Aktas, VfL Kamen

Emre Aktas, Trainer VfL Kamen: „Ich finde die Absage bis zum 19. April etwas zu lang. Man hätte zunächst einmal zwei Wochen festsetzen sollen, um dann zu schauen, ob eine Verlängerung erforderlich ist. Training wird nicht durchgeführt, da unsere Anlage seitens der Stadtverwaltung Kamen bis zum 19. April gesperrt ist. Bezüglich der Fitness unserer Spieler haben wir Empfehlungen ausgegeben.“

Stefan Kortmann, Trainer SV Langschede: „Ich denke, dass diese Entscheidung auf jeden Fall korrekt ist. Unsere Sportanlage ist gesperrt, sämtliche geplante Veranstaltungen wie Osterfeuer oder Schock-Abend sind abgesagt worden. Wir werden jetzt einige Tage aussetzen und uns dann zeitnah mit den Spielern zusammensetzen, um zu gucken, wie wir weiter planen können. Vielleicht kann man die fußballfreie Zeit nutzen, um eventuell notwendige Arbeiten am Vereinsheim durchzuführen.“

Sven Runge, Pressesprecher Königsborner SV: „Diese Unterbrechung geht in Ordnung, Gesundheit ist das wichtigste Gut. Der Trainingsbetrieb wird bis auf Weiteres eingestellt. Die Sportanlage und das Vereinsheim sind aktuell gesperrt. Wir werden innerhalb des Vorstands in den nächsten Tagen besprechen, wie es weitergehen soll.“

Ulrich Neuhaus, Co-Trainer SV Bausenhagen: Im Moment sollte man nicht zu viel riskieren, demzufolge finde ich die Entscheidung des FLVW richtig. Die Stadt Fröndenberg hat unsere Sportanlagen gesperrt, aus diesem Grunde ist auch kein Training möglich. Eventuell werden wir Laufeinheiten anbieten, damit die Spieler fit bleiben.“

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Birol Dereli, Trainer SuS Oberaden: „Ich finde die Entscheidung positiv, damit die Ausbreitung des Coronavirus´ verhindert werden kann. Bis zum 30. März haben wir zunächst den Trainingsbetrieb eingestellt. Danach werden wir schauen, wie wir uns weiter verhalten.“

Tim Richter, Trainer RW Unna: „Die Entscheidung des FLVW ist korrekt. Ob der Termin 19. April ausreichend ist, bleibt abzuwarten. Wir werden uns im Verlauf der nächsten Woche besprechen, wie wir uns bezüglich Trainingsbetrieb weiter verhalten werden. Aktuell ist unsere Sportanlage gesperrt.“

„Schade, wir hätten gerne weiter trainiert.“
Helmut Meierjohann, SV Frömern

Helmut Meierjohann, Sportlicher Leiter SV Frömern: „Die Entscheidung des FLVW kann man nachvollziehen. Die Stadt Fröndenberg hat unsere Sportanlage auf unbestimmte Zeit geschlossen. Das finden wir sehr schade, denn wir hätten gerne weiter trainiert. Frische Luft tut jeder Person bestimmt gut. Unsere für den 20. März 2020 vorgesehene Jahreshauptversammlung im Vereinsheim haben wir zunächst einmal verschoben. Den Spielern wird empfohlen, sich fit zu halten. Inwieweit der Trainer dies kontrolliert, ist mir noch nicht bekannt.“

Alexander Berger, Trainer FC TuRa Bergkamen: „Diese Unterbrechung ist sinnvoll, da aktuell innerhalb der Bevölkerung eine große Hysterie herrscht. Keiner weiß, wie weit sich der Corona Virus noch ausbreiten wird. Bereits am Donnerstagabend vor der Entscheidung des FLVW wurde bei uns innerhalb de Mannschaft diskutiert. Wir haben den Trainingsbetrieb zunächst eingestellt und werden uns wöchentlich beraten, wie es weitergehen kann.“

Marco Slupek, Trainer SSV Mühlhausen II: „Ich glaube, dass der FLVW die einzig richtige Entscheidung getroffen hat. Bis auf Weiteres wird das Training bei uns nicht abgehalten. Die Spieler sollen individuell für sich arbeiten, um sich fit zu halten.“

Manfred Frieg, Vorsitzender VfK Weddinghofen: „Die Entscheidung des FLVW ist absolut korrekt, da gab es keine andere Möglichkeit. Derzeit gibt es bei uns keine Trainingsabende. Innerhalb des Vorstands werden wir wöchentlich beraten, wie wir uns weiter verhalten werden.“

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Tayfun Basyigit, Trainer SpVg Bönen: Ich bin zwar kein medizinischer Experte, aber dieser Beschluss des FLVW geht absolut in Ordnung. Ich hoffe, dass das Virus in naher Zukunft eingedämmt wird. Wir werden auf freiwilliger Basis einmal wöchentlich in der Soccerhalle trainieren.“

Christian Jagodzinski, Trainer FC Overberge: „Vorsichtsmaßnahmen sind jederzeit zu begrüßen, demzufolge ist die Entscheidung okay. Wir werden am heutigen Montagabend im Vorstand klären, ob der Trainingsbetrieb weiter aufrecht gehalten soll.“

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