Der Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss muss die Leistung von Daniel Decker-Törl einschätzen. Das Meinungsbild während der jüngsten Sitzung des Sportgerichts klafft aber weit auseinander.

Kreis Unna

, 06.10.2019, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Torsten Perschke, Vorsitzender des Kreisschiedsrichter-Ausschusses Unna/Hamm ist derzeit nicht zu beneiden. Regelmäßig wurde er zuletzt in der Angelegenheit „Decker Törö“ angerufen. Der Hammer Schiedsrichter-Boss bleibt aber vorerst gelassen. „Wir werden während der nächsten Ausschuss-Sitzung am 23. Oktober darüber beraten“, vertröstet er. Indes versucht er, sich ein objektives Bild über das Leistungs-Niveau seines Schützlings Daniel Decker-Törö zu verschaffen wie am vergangenen Dienstag während der Verhandlung des Sportgerichts - und die hatte so ziemlich alles, was ein Meinungsbild darstellen kann.

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„Der Schiedsrichter hat den SuS Oberaden nicht benachteiligt“, erklärte RWU-Betreuer Jannis Hössel. „Wenn der Schiri eine Entscheidung trifft, dann wird das schon richig sein“, ergänzte RWU-Geschäftsführer Vincenzo Logiudice - wohl auch mit dem Hintergedanken, dass sein Verein in Sachen Punktewertung nichts anbrennen lassen wollte.

Und - auch das war klar - der SuS Oberaden hatte so einiges zu kritisieren. Spielführer Andreas Triller: „Wir wussten, dass der kleinlich pfeift. Selbst Unnaer Spieler haben sich an den Kopf gefasst, als er die Platzverweise ausgesprochen hat.“ Rotsünder Ramazan Bicakci meinte: „Der hat das Spiel kaputtgemacht.“

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Eher zu Neutralität verpflicht sein müsste hingegen Ulrich Ritter, der das Amt des Kreisjugend-Obmanns im Kreis Unna/Hamm ausübt - ein Offizieller also. Ritters Aussage zur Leistung von Daniel Decker-Törö: „Ein Schiedsrichter soll das Spiel leiten und nicht entscheiden. Wo andere eine Ermahnung aussprechen, da zeigt er Gelb. Wo andere Gelb zeigen, gibt er die Rote Karte. Seit über 55 Jahren habe ich mit Fußball zu tun, aber so etwas habe ich nicht gesehen. Das Spiel hätte vermutlich - bis auf die Schlussphase - ohne Karten auskommen können. Ich hatte zeitweise das Gefühlt, dass er dem einen oder anderen einen Pinnen wollte.“

Schiedsrichter-Chef Perschke muss entscheiden, wie er diese Aussage zu bewerten hat und wie wichtig sie für die abschließende Bewertung der Spielführung ist.

Vor zwei Wochen musste Daniel Decker-Törö die B-Kreisliga-Partie zwischen RW Unna II und dem SuS Oberaden II in der Nachspielzeit abbrechen, nachdem er zuvor sieben Platzverweise - sechs davon gegen den SuS Oberaden - ausgesprochen hatte. Vor allem vonseiten der Gäste kommt Kritik auf, dass dem Schiedsrichter das nötige Fingerspitzengefühl fehle.

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