Da wäre mehr drin gewesen. Über den Podiumsplatz beim Europa-Cup in Altenberg konnte sich die Deutsche Meisterin Laura Nolte nicht wirklich freuen.

Unna

, 10.12.2019, 16:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Deutsche Meisterin im Bobsport, Laura Nolte aus Unna, ist im Eiskanal von Altenberg mit einem dritten Platz in den Europa-Cup gestartet. Über den Podiumsplatz war die 21-jährige Pilotin aber auf den ersten Blick keineswegs so richtig glücklich. Ein zweitägiger Krankenhaus-Aufenthalt hatte die talentierte Bobfahrerin leicht zurückgeworfen.

„Es lief nicht wirklich gut für uns“, stellte die Unnaerin nach der Siegerehrung dann auch fest. Klar, für den Welt-Cup im kommenden Jahr fest gesetzt, hatte sie sich mit ihrer Anschieberin „Debbi“ Levi weitaus mehr vorgenommen, als Platz drei.

„Gut, unsere Startzeiten waren jedes Mal top und somit führten wir nach dem ersten Lauf dann auch die Konkurrenz an“, erklärte die Athletin des BSC Winterberg. Im zweiten Lauf aber stellte sich der für sie ungewohnte, alte Schlitten vor dem berüchtigten Altenberger Kreisel quer. Das hat Zeit gekostet, die Führung war wieder futsch.

Zurückzuführen ist dieser Fahrfehler wohl auf das fehlende Training in der Woche zuvor. Mit Schmerzen im Unterbauch musste Laura Nolte Dienstag und Mittwoch das Bett im Krankenhaus Freital hüten. Der Verdacht auf Blinddarmentzündung erhärtete sich dann aber nicht; Trainingstage fehlten am Ende aber dennoch. Vor allem Letzteres ärgerte die ehrgeizige Unnaerin mächtig.

Den Europa-Cup in Altenberg gewann so die Rumänin Andreea Grecu vor der Belgierin An Vannieuwenhuyse und dem Nolte-Schlitten.

Am kommenden Wochenende stehen nun die nächsten Euro-Rennen auf der Hausbahn in Winterberg an. Am Samstag fährt Laura Nolte zusammen mit Levi; am Sonntag springt dann Viktoria Dönicke als Anschieberin in den Bob. Die letzten Rennen des Jahres am Königssee setzt Nolte komplett aus, um sich vor dem Start in den Welt-Cup 2020 nochmals eine Pause zu gönnen.

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