Punkte konnte der Holzwickeder SC II beim 1:4 gegen Türkspor Dortmund zwar nicht ergattern. Dennoch ging es hoch her. Kevin Großkreutz flog sogar vom Platz.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 12.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was in den Profiligen gilt, hat auch in den Amateurligen ganz offensichtlich Bestand. Wenn ein Kevin Großkreutz dabei ist, ist immer Feuer drin.

So auch am Sonntag am Haarstrang in Opherdicke. Beim 1:4 des Holzwickeder SC II gegen Türkspor Dortmund rückte der Weltmeister kurz vor der Pause erneut in den Blickpunkt.

Der bei Türkspor als Co-Trainer fungierende ehemalige BVB-Profi war ganz offensichtlich mit einer Roten Karte und einem Elfmeterpfiff des Referees nicht einverstanden und machte an der Seitenlinie ziemliches Theater. Der Schiri blieb cool und zeigte zunächst die Gelbe Karte. Als Großkreutz danach abfällig klatschte, folgte sogleich der Ampelkarton. Damit war der Arbeitstag des Drittliga-Profis vom KFC Uerdingen vorzeitig beendet.

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SSV Mühlhausen - VfL Kemminghausen 2:2

12.11.2019
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SSV Mühlhausen - VfL Kemminghausen 2:2© ART
SSV Mühlhausen - VfL Kemminghausen 2:2© Art
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Trainer Hasani stand im zweiten Spielabschnitt alleine an der Seitenlinie und durfte letztlich einen klaren Erfolg seiner Truppe in Unterzahl bejubeln.

Und dass, obwohl der HSC II die favorisierten Dortmunder über weite Strecken gut im Griff hatte. Allerdings setzte sich mit zunehmender Spieldauer die individuelle Klasse der Gäste mehr und mehr durch. „Als bei uns die Kräfte schwanden, wurde die Räume für Türkspor größer“, musste auch HSC-Coach Olaf Pannewig erkennen. „Sie haben auch in Unterzahl ihr Programm durchgezogen. Allerdings ist der Sieg zu hoch ausgefallen.“

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Eine Niederlage, die deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf hergab, kassierte auch die SG Massen. Beim Tabellenführer in Körne setzte es ein 0:3, was für den Aufsteiger zugleich die fünfte Partie in Serie ohne Sieg bedeutete. „Wir haben das über weite Strecken sehr gut gemacht“, war Trainer Marco Köhler dennoch nicht unzufrieden. Zum einen musste der Coach fast seinen kompletten Sturm ersetzen. Zum anderen hatte Massen vor allem im ersten Spielabschnitt sehr viele Spielanteile. „In einigen Situationen fehlte uns einfach die nötige Kaltschnäuzigkeit, sonst gehen wir möglicherweise sogar in Führung“, so der spielende Coach.

Auch nach dem Rückstand in Abschnitt zwei gab sich Massen noch nicht auf und agierte forsch nach vorne. Körne ließ sich darauf ein und machte mit zwei klassischen Kontern und einem bärenstarken Stürmer Connor O‘Reilly den Sack zu. „Da haben sie gezeigt, was uns noch fehlt“, so Köhler, der mit seinem Team auf den zehnten Tabellenrang abrutschte.

Kevin Großkreutz sieht in der Bezirksliga Rot - hier gibt´s die Gründe

David Bernsdorf polierte seine Torausbeute auch gegen Kemminghausen weiter auf. Dennoch kam der SSV zuhause trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 hinaus.Art © Art

Zwar immer noch auf Rang drei im Ranking aber erneut nicht zufrieden mit der gezeigten Leistung war man im Lager des SSV Mühlhausen-Uelzen. Im Duell der beiden Landesliga-Absteiger gegen Kemminghausen konnte der SSV dabei wiederum nur eine Halbzeit lang glänzen. Schon nach einer Viertelstunde hatte die SSV-Offensivabteilung zweimal zugeschlagen und so klare Verhältnisse geschaffen.

„Auch danach sah eigentlich alles gut aus“, konnte sich Coach René Johannes nicht erklären, was dann wieder passierte. Binnen 60 Sekunden kam Kemminghausen zum 2:2-Ausgleich, der auch am Ende Bestand hatte.

Der Rückstand zur Tabellenspitze wuchs damit auf zehn Zähler. Nach oben braucht da wohl keiner mehr zu schauen.

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