Die Corona-Pandemie macht auch vor dem Bowling-Sport nicht Halt. Bei den Westdeutschen Meisterschaften fielen die Finalwettbewerbe aus. Titel gab es dennoch für das Bowling-Paar Caspari.

Oberaden

, 21.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Bowling-Ehepaar Erich und Ulla Caspari aus Oberaden schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Die beiden sportlichen Senioren setzen weiter Maßstäbe - trotz Corona.

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Die diesjährigen Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren starteten bereits Anfang Januar. Austragungsort für die Einzelspiele war die Kolpingstadt Kerpen im Rhein-Erft-Kreis. Zwölf Spiele gab es in der Vorrunde zu absolvieren. Ulla Caspari, die für den BV Düsseldorf startet, spielte in der Vorrunde erwartungsgemäß sehr solide. Zwar blieben ihre Widersacherinnen aus Erkelenz, Düsseldorf und Köln ihr immer auf den Fersen, aber die 74-Jährige spielte mit 2069 Pins/12 Spiele – Schnitt 172,42 das beste Ergebnis. Auf ihre beste Widersacherin hatte sie am Ende einen Vorsprung von 28 Pins.

Deutlicher Vorsprung zur Konkkurrenz

Auch Erich Caspari, der ebenfalls für den BV Düsseldorf startet, hatte sich eine erfolgreiche Titelverteidigung auf die Fahnen geschrieben. Der 77-jährige Oberadener hatte sich viel vorgenommen. Es musste schon eine famose Leistung abgeliefert werden, um sich im Wettkampf mit seinen Konkurrenten erfolgreich zu behaupten. Und er enttäuschte nicht. Sehr gute Ergebnisse in beiden Vorrundenserien und er hatte am Ende mit 2491 Pins /12 Spiele - Schnitt 207,58 die Nase deutlich vorn. 199 Pins betrug der Vorsprung und der Titel war ihm nicht mehr zu nehmen.

„Natürlich ist die Gesundheit wichtiger als das Hobby.“
Erich Caspari, Senioren-Bowler

Die Finalspiele der Seniorinnen und Senioren waren eigentlich für März geplant, wurden aber wegen der Corona-Krise abgesagt. So wurden Ulla und Erich Caspari nach der Vorrunde zu Westdeutschen Meistern erklärt. Erich Caspari (77) verteidigte seinen Meistertitel des Vorjahres und gewann seine zwölfte westdeutsche Einzelmeisterschaft. Ulla Caspari (74) errang den Titel im Einzel und wurde zum 14. Mal Westdeutsche Meisterin. Beide sind damit für die Deutschen Meisterschaften im Mai in Frankfurt qualifiziert. „Es ist am Ende selbstverständlich schade, dass die Endrunden nicht mehr ausgespielt wurden“, sagt Erich Caspari. „Aber natürlich ist die Gesundheit wichtiger als das Hobby. Ich denke, dass das auch alle Bowler so sehen.“

West-Titel mit der Mannschaft

Im Bowlingcenter Recklinghausen folgten dann die nächsten Titel für beide bei den Westdeutschen Triomeisterschaften. Ulla Caspari und ihr Team waren Titelverteidiger und ließen die Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Sie hatten nach der Vorrunde einen Vorsprung von 895 Pins. Der Titel war

ihnen nicht mehr zu nehmen. Das Team spielte 6468 Pins/36 Spiele - Schnitt 179,67. Die Finalspiele wären also nur Formsache gewesen. Das bedeutete den West-Titel und das DM-Ticket. Auch Erich Caspari war mit seinem Team Titelverteidiger. Mit sehr guten Spielen baute das Team seinen Vorsprung aus. Am Ende betrug der Vorsprung 179 Pins auf die zweitplatzierte Mannschaft und 325 Pins auf den Drittplatzierten. Das Caspari-Team spielte 7004 Pins/36 Spiele – Schnitt 194,56.

Ob die DM-Titelkämpfe ausgespielt werden, kann aktuell niemand sagen. Caspari: „Das Bowling-Center in Unna ist ja geschlossen. Trainiert wird derzeit nicht.“

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