Bei der Reserve des Bundesligisten SC Paderborn war für den Holzwickeder SC am Sonntag mehr drin - wenn diese kapitalen Schnitzer nicht gewesen wären.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 01.03.2020, 20:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga: SC Paderborn II - Holzwickeder SC 3:2 (2:1).

Eigentlich hatte alles optimal begonnen: Der Zeiger der Uhr hatte sich noch nicht einmal um seine Achse gedreht, da war bereits Jubel im Lager der Gäste angesagt, weil Nico Berghorst aus kurzer Distanz zum 0:1 für den HSC getroffen hatte. Eine Freude, die indes ganze sieben Minuten lang Bestand hatte. Da nämlich zog Paderborns Hendrik Mittestädt aus rund 25 Metern ab und die Lederkugel glitt HSC-Keeper Malte Hegemann, der wohl ein wenig weggegrutscht war, zum schnellen 1:1-Ausgleich durch die Arme - ein vermeidbarer Treffer. Der Auftakt zu einer Paderborner Offensive, die nun das Heft in dieser Partie in die Hand nahmen. Zwangsläufig geriet der Gästekasten nun häufig in den Mittelpunkt des Spielgeschehens. So musste Malte Hegemann, bei dem Licht und Schatten gestern leider oft wechselten, in der 30. Spielminute schon sein ganzes Können unter Beweis stellen, um eine mögliche Führung der Domstädter gegen Drilon Demaj zu verhindern, Kurz darauf bot sich Nico Berghorst die Chance zur neuerlichen Gästeführung, der den Ball nach einer guten Vorarbeit von Sebastian Hahne über das Tor der Ostwestfalen zimmerte. Das sollte sich wenig später bitter rächen: Als da die HSC-Deckung nicht konsequent genug zur Sache ging, nutzte Ken Robin Czok dieses Geschenk zur 2:1-Führung der Platzherren. Fast mit dem Pausenpfiff roch es dann nach dem 2:2-Ausgleich: Sebastian Hahne hatte sich gut durchgespielt, doch seinen Schuss konnte SCP-Keeper Till Brinkmann noch entscheidend entschärfen.

Pech, das gleich in doppelter Hinsicht, hatten die Gäste dann kurz nach dem Wiederanpfiff: Sebastian Hahne war da von seinem Paderborner Namensvetter Woitzyk hart an der Strafraumgrenze nur per Notbremse zu stoppen. Die Folge: Der Sünder sah den roten Karton, doch statt Foulelfmeter verlegte Schiedsrichter Tobias Severins den Tatort außerhalb des Strafraumes. Er entschied auf Freistoß, den Marcel Reichwein an die Latte des SCP-Tores setzte. Zwar hatte Sebastian Hahne wenig später mehr Glück, als sein Schuss zum 2:2 im in Tor landete, doch praktisch im Gegenzug sorgte Paderborns überragender Antony Evans per Freistoß für den 3:2-Siegtreffer. Ein Tor, bei dem Hegemann erneut eine schlechte Figur abgab.

SC Paderborn II: Brinkmann - Rumpf, Bilogrevic, Mittelstädt, Kapic, Demaj (90. Baraza), Woitzyk, Czok (52. Tawiah), Oeynhausen (72. Tsingos), Evans, Minz

Holzwickeder SC: Hegemann - Reichwein (83. Heinrichs), Rosowski, Mihajlovic (79. Pfaff), Ivancic, Hahne, Hoppe, Yarhdi (71. Gohr), Kljajic, Berghorst, Uedickoven

Tore: 0:1 (1.) Berghorst, 1:1 (8.) Mittelstädt, 2:1 (39.) Czok, 2:2 (56. Hahne, 3:2 (57.) Evans

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte Wotzyk (SCO)

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