Kamener Gipfeltreffen soll die Massen locken

dzFussball

Am kommenden Sonntag findet in der Kreisliga A (2) das absolute Topspiel zwischen Spitzenreiter TSC Kamen (30 Punkte) und dem hartnäckigsten Verfolger Kamener SC (27 Punkte) statt.

von Ulrich Eckei

Kamen

, 25.10.2018, 11:23 Uhr / Lesedauer: 3 min

Diese Begegnung wurde auf 17.30 Uhr verlegt, damit möglichst viele Zuschauer diese Partie verfolgen können. Die Sportredaktion unserer Zeitung führte ein Gespräch mit dem Trainer des TSC Kamen, Tuncay Sönmez, und dem Geschäftsführer des Kamener SC, Bernd Schimanski.

Wie ist die aktuelle Stimmung in Ihrer Mannschaft und bei Ihrem Trainerteam?

Sönmez: Für uns ist es die Saison nach dem Tod von Fatih Dündar. Er ist nicht nur in unseren Köpfen, sondern auch weiterhin in unserem Herzen. Die Stimmung in unserer Mannschaft ist eigentlich immer gut. Auch nach der Niederlage gegen SG Massen war das so, denn wir wissen, dass es nur Fußball ist. Wir haben gemeinsam Spaß, das ist für uns das Wichtigste. Wir lachen viel zusammen. Auch in unserem Trainerteam herrscht eine Bombenstimmung.

Schimanski: Die Stimmung in unserem Team ist sehr gut, es herrscht eine Riesenvorfreude auf dieses Topspiel. Trainer Ahmet Kaya kann nach seinem Urlaub, wo er sich hoffentlich gut erholt hat, wieder Vollgas geben. Er wird am morgigen Samstag zurückerwartet.

Werden Sie in dieser Woche wegen dieser Begegnung zusätzliche Trainingseinheiten abhalten ?

Sönmez: Nein, wir bleiben im Rhythmus und werden wie immer drei Trainingseinheiten abhalten.

Schimanski: An unseren Trainingstagen und Einheiten wird sich auch in dieser Woche nichts ändern.

Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen beim sonntäglichen Gegner ?

Sönmez: Ich habe den Kamener SC im Derby gegen den VfL Kamen beobachtet. Mit Islam Kücükyagci haben sie einen Spieler, der im hinteren Bereich das Sagen hat und eine enorme Qualität an den Tag legt. Im zentralen Bereich verfügen sie mit Sitki Üstün und Serkan Gül über brutale Qualität. Dazu kommt mit Jan Jakob ein wieselflinker Spieler, der jeder Abwehrreihe Kopfzerbrechen bereitet. Insgesamt hat das Team einige Akteure mit höherklassiger Erfahrung. Ich sehe nur wenige Schwächen, die ich aber hier nicht preisgeben werde.

Schimanski: Bei einer Mannschaft, die nach elf Spieltagen in dieser starken Liga dreißig Punkte gesammelt hat, ist es schwer, von Schwächen zu sprechen. Die Stärken liegen sicherlich im individuellen Bereich und in der enormen Erfahrung.

Werden außer dem TSC Kamen und Kamener Sc noch weitere Teams in das Titelrennen eingreifen?

Sönmez: Die Saison ist noch zu jung, um davon zu sprechen, dass das Titelrennen nur mit zwei Mannschaften stattfinden wird. Massen wird definitiv noch zu beachten sein. Dazu werden noch weitere Teams kommen, die bisher schon einige Punkte haben liegen lassen, wie der BSV Heeren, SuS Oberaden und SV Bausenhagen. Auch der VfL Kamen ist noch nicht weg vom Fenster. Das sind alles Teams mit einer enormen Qualität.

Schimanski: Ich rechne noch mit weiteren Vereinen. SG Massen, VfL Kamen, SuS Oberaden und BSV Heeren werden noch ein Wörtchen mitsprechen.

Wie sieht es personell bei Ihrer Mannschaft aus ?

Kamener Gipfeltreffen soll die Massen locken

KSC-Geschäftsführer Bernd Schimanski und Co-Trainer Lenz (li.) hoffen auf eine große Kulisse. © Teimann

Sönmez: Personell haben wir bisher eine Seuchensaison erlebt. Es wird aber langsam besser. Verzichten müssen wir am Sonntag auf Björn Kempe, der an der Schulter operiert worden ist. Dazu kommen Oguzhan Yilmaz (Kreuzbandriss) und Dennis Akyol (Knieverletzung). Der Einsatz von Ahmet Keske ist noch fraglich.

Schimanski: Matthias Kunde (verletzt) und Cihad Kücükyagci (Rote Karte) fallen aus, hinter dem Einsatz von Jan Jakob steht noch ein dickes Fragezeichen.

Was erwarten Sie von dieser Partie und mit wieviel Zuschauern rechnen Sie am Sonntagnachmittag?

Sönmez: Ich hoffe auf ein geiles Spiel mit vielen Zuschauern. Besser geht es doch nicht: Es handelt sich um ein Derby, beide Vereine trennen vielleicht zehn Meter voneinander. Alle kennen sich. Dazu kommt, es trifft der Tabellenführer auf den Tabellenzweiten. Als neutraler Zuschauer würde ich mir so eine Begegnung nicht entgehen lassen.

Schimanski: Ich hoffe, dass es vor allen Dingen eine faire Begegnung wird, wo der Fußball im Vordergrund steht. Mit Zuschauerprognosen muss man in der heutigen Zeit vorsichtig sein, da sich zu viele Fans leider nur mit der Bundesliga beschäftigen. Es wäre schön, wenn wir vor 300 bis 350 Fans spielen könnten.

Ihr Tipp für dieses Spiel ?

Sönmez: Ich gebe keinen Tipp ab.

Schimanski: 2:2

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fußball-Kreisliga
Trainer Tuncay Sönmez vom TSC Kamen im Interview: „Ich traue uns alles zu“
Hellweger Anzeiger Fußball-Kreisliga B:
SuS Rünthes Trainer Engin Abali: „Für einen Derbysieg kamen wir nicht in Frage“ (Bilder)
Meistgelesen