Kamener Fußballvereine haben gemeinsamen Corona-Fahrplan erstellt

dzFußball:

In Kamen soll in nächster Zeit wieder der Ball auf den Sportplätzen rollen. Die Fußballvereine haben sich auf einen gemeinsamen Corona-Fahrplan geeinigt.

02.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kamener Fußball Vereine wollen bald wieder zurück auf den Platz und trainieren. Jedoch soll dieses nicht überstürzt erfolgen, sondern in enger Absprache mit der Stadtverwaltung und den jeweiligen Trainern in den Klubs.

Der im gemeinsamen Gespräch der fünf Kamener Klubs erörterte Fahrplan sieht vor, dass nun die Vereine mit ihren Vorständen und Trainern abklären, wer trainieren möchte, oder wem das Risiko weiterhin zu hoch ist. Parallel arbeiten die Vorstände Hygienepläne aus, wie das Geschehen auf dem Vereinsgelände abzulaufen hat. Hier hat der SuS Kaiserau bereits Vorarbeit geleistet, sodass die Schwarz-Gelben aus Methler voraussichtlich ab dem 8. Juni mit einigen Einheiten starten werden, vor allem im Bereich der höherklassigen (Bezirks- und Landesliga) Jugendteams. Hier spürt der SuS Kaiserau bereits den Druck durch die umliegenden Vereine aus Hamm, Dortmund und auch Waltrop, die talentierte Kicker zu Probetrainings einladen.

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Die anderen Klubs haben sich erst einmal als Zieldatum den 15. Juni gesetzt, vorausgesetzt es finden sich genügend ehrenamtliche Helfer, die das Geschehen auf und um den Sportplatz organisieren und beaufsichtigen, denn: Auch wenn Training mit Körperkontakt in Gruppen von bis zu zehn Personen seit dem 30. Mai wieder möglich ist, sehr viele Vorschriften aus der Corona-Schutzverordnung müssen eingehalten werden. Und das müsse die Vereine mit ihren Ehrenamtlichen stemmen.

Sollte die Organisation schneller in den Vereinen laufen und die jeweiligen Konzepte seitens der Stadt genehmigt werden, könne es auch schon in Hereen und Kamen-Mitte früher auf den Platz gehen.

Soziale Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen

Dass sehr viel Arbeit und noch mehr Verantwortung auf die Klubs zukommt, ist allen Vereinen bewusst. Doch man wolle zumindest bis zum Beginn der Sommerferien allen Teams noch zwei Mal die Möglichkeit geben, zu trainieren. Hier sieht man sich als Verein auch in einer sozialen Verantwortung gerade den Kindern und Jugendlichen gegenüber, denen nun seit Mitte März ihr Lieblingssport fehlt.

Ein nächstes Treffen wurde für den 11. Juli vereinbart. Da sollen dann Erfahrungen ausgetauscht und auch diskutiert werden, in welchem Umfang möglicherweise weiter trainiert werden kann und soll. Dann könne man auch auf eventuell veröffentlichte Saison-Starttermine (Jugend/Senioren) seitens des Verbandes reagieren.

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Vereinbart wurde abschließend auch, sich in diesen schwierigen Zeiten gerade im Jugendbereich keine Konkurrenz zu machen und Spielerinnen und Spieler aktiv nicht abzuwerben. Natürlich könne man es nicht verhindern, dass sich Akteure verändern und möglicherweise überkreislich kicken wollen. Hier wolle man auch an die Verantwortung der Eltern appellieren, die mit ihren Kindern möglicherweise in andere Städte ausweichen, weil dort der Trainingsbetrieb früher aufgenommen wird oder mehr Einheiten angeboten werden, als derzeit in Kamen.

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