Justin Wolf krönt gute Saison

Radsport

Justin Wolf vom RSV Unna gewann zum Abschluss der Bundesliga-Saison den Titel des Deutschen Hochschulmeisters.

Unna

16.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Justin Wolf krönt gute Saison

Justin Wolf (Mitte) vom RSV Unna präsentiert sich stolz im Trikot des Deutschen Hochschulmeisters. © privat

ch habe eine gute Form und bin gespannt, was damit im letzten Rennen der Bundesligasaison so gehen wird“, so kündigte Justin Wolf vom RSV Unna vor dem letzten Rennen der Saison an, dass er sich viel vorgenommen hatte. Er sollte seine Worte nicht so stehen lassen, er gewann seinen ersten DM- Titel im Elitebereich.

Er war bereits mit einer starken Form in die Saison eingestiegen und war immer wieder in der Spitze zu finden. Die Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren war dann das erste Highlight der Saison – Platz 6, nach 45 km nur sechs Sekunden hinter Nils Pollit vom Team Katusha-Alpecin. Dann kam der Knick bei der Deutschen Bahnmeisterschaft. Mit der drittbesten Zeit kam er ins Finale um Bronze. „Danach war bei mir die Luft raus, als der Bundestrainer mir vor dem Finale mitteilte, dass er lieber auf jüngere Fahrer setzen würde. Ich habe ans Aufhören gedacht und wirklich keine Lust mehr gehabt.“

Schwerer Rundkurs am Bilster Berg

Nach vielen Gesprächen fasste er aber gerade daraus Energie. Er raffte sich auf und so stellten sich in den letzten Wochen Siege am Fließband ein.

Nun der Höhepunkt seiner Saison. Zum Abschluss der Bundesliga gewann er den Titel des Deutschen Hochschulmeisters. Auf dem schweren Rundkurs der Automobilteststrecke am Bilster Berg mit einem Anstieg bis zu 21% wurde von Beginn an ein hohes Tempo angeschlagen.

„Ich wollte eigentlich erst nur mitfahren und lange warten. Doch 40 Kilometer vor Schluss bin ich dann einmal vor Start und Ziel angetreten. Plötzlich hatte ich nur noch Jon Knolle und Simon Happel dabei. Jon ist dann die nächsten Runden richtig stark gefahren und hat einen unheimlichen Druck an den langen Anstiegen gemacht“, berichtet Wolf. Jon und Happel mussten dann plötzlich reissen lassen. „Ich bin dann kontrolliert weiter gefahren, immerhin waren noch 30 Kilometer zu fahren und ich musste damit rechnen, dass irgendwann doch von hinten eine Gruppe kommt.“

Langsam, nur ganz langsam reduzierte sich der Vorsprung. Sieben Kilometer vor Schluss schloss dann Joshua Huppertz, EM-Teilnehmer und zweifacher Polizeieuropameister zur Spitze auf. In der letzten Runde gelang es dann auch noch Nationalfahrer Patrick Haller, zu Wolf aufzuschließen. Gemeinsam gingen die drei dann auf die lange Zielgerade. „Ich hatte keine Körner mehr übrig. Die lange Alleinfahrt war schon extrem.“ Ein dritter Platz war das Ergebnis einer tollen Energieleistung. Als Krönung erhielt Justin Wolf dann das Trikot des Deutschen Hochschulmeisters übergestreift.

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