Julia Ritter: Ziel ist eine Medaille bei Olympia 2024 in Paris

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Die Oberadenerin Julia Ritter startet in Leverkusen ins Sportjahr 2020. Schon das beinhaltet ehrgeizige Ziele. Die 21-Jährige hat aber den ganz großen Erfolg im Blick.

Oberaden

, 17.01.2020, 15:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der Teilnahme an den Offenen NRW-Meisterschaften in Leverkusen startet die Oberadenerin Julia Ritter in ihr Sportjahr 2020, für das sie sich eine Menge vorgenommen hat.

In Leverkusen bestreitet die 21-Jährige, die dem TV Wattenscheid angehört, heute ab 13 Uhr das Kugelstoßen in der Halle und den Diskuswurf ab 15 Uhr draußen auf einem nahe gelegenen Sportplatz.

Doch Ritters Blick richtet sich schon jetzt in die Zukunft. Am 15. Februar wird sie in Berlin ihre Ausbildung bei der Bundespolizei abschließen. „Dann kann sie sich ganz auf den Sport konzentrieren“, sagt Vater und Trainer Reiner Ritter. Das soll sich dann natürlich auch in ihren Leistungen widerspiegeln. Im Kugelstoßen peilt sie die 18-Metermarke an. Doch ihr Fernziel ist ein ganz anderes: Die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris. „Und die Teilnahme daran ist ihr nicht genug. Sie will aufs Treppchen, am liebsten sogar die Goldmedaillen gewinnen“, sagt Reiner Ritter.

Julia Ritter: Ziel ist eine Medaille bei Olympia 2024 in Paris

Auf die Unterstützung ihrer Familie kann sich Julia Ritter (Mitte) stets verlassen. Oma Rosemarie, Mutter Karin, Schwester Emily und Vater Reiner sind bei den meisten Wettkämpfen vor Ort. © Privat

Doch dafür wird sie sich schon bald auf eine ihrer beiden Paradedisziplinen konzentrieren müssen. Bisher laufen bei ihr das Kugelstoßen und der Diskuswurf noch parallel. Die Bundestrainer haben aber bereits eingefordert, eine der beiden Sportarten zu streichen, und das wird auf jeden Fall der Diskuswurf sein.

Ihre Bestleistung mit der vier Kilogramm schweren Kugel liegt aktuell bei 17,63 Metern, mit dem Diskus bei 58,19 Metern. Im vergangenen Jahr schnitt sie dann im Vergleich mit der Kugel auch besser als mit dem Diskus ab. Rang vier sprang bei den deutschen Meisterschaften mit der Kugel heraus, Rang sieben mit dem Diskus. Bei den U23-Europameisterschaften gelang als Dritte der Sprung aufs Treppchen, mit dem Diskus verpasste sie den als Vierte knapp.

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Nach dem Wettbewerb in Leverkusen an diesem Wochenende reihen sich einige sportliche Termine eng aneinander. Vom 24. Januar bis 1. Februar bezieht Julia Ritter ein Trainingslager auf Fuerteventura. Kaum wieder zurück

folgt am 2. Februar die Teilnahme an einem Kugelstoß-Meeting in Rochlitz (Sachsen). Dort trifft sie auf starke nationale und internationale Konkurrenz. „Die große Sporthalle ist stets mit 1.000 Zuschauern voll besetzt. Die tolle Atmosphäre motiviert zu Bestleistungen“, sagt Reiner Ritter. Ein weiteres hochkarätig besetztes Meeting ist am 9. Februar in Sassnitz (Rügen) terminiert. Ein sportlicher Höhepunkt sind am Wochenende darauf die Deutschen Hallenmeisterschaften, die in Leipzig stattfinden. Auch dort soll nach Möglichkeit eine Medaille herausspringen. Zusammen mit ihrer Familie reist sie dann Mitte März ins portugiesische Leiria, um dort den Winterwurf-Europacup zu bestreiten. Die Europameisterschaften in Paris sind ein weiteres Ziel, das Julia Ritter in 2020 anstrebt. „Das sollte ihre ohne Zweifel gelingen, denn die Qualifikationsnorm liegt bei 17,50 Metern und die hat sie ja bereits mehrfach übertroffen“, so Reiner Ritter.

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Was die Zuversicht, die Ziele auch erreichen zu können, deutlich steigert, ist die Tatsache, dass Julia Ritter anders als im Vorjahr nicht durch Verletzungen zurückgeworfen wurde. „Sie ist völlig gesund und ist richtig fit“, freut sich ihr Vater. Hoffentlich bleibt das so, dann hat ihr Fanclub auch in diesem Jahr mehrfach Gelegenheit, zu jubeln.

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