Am Ende fiel ihr doch noch ein Stein vom Herzen! Julia Ritter, 21-jährige Ausnahmeathletin aus Oberaden sicherte sich bei der U23-Europameisterschaft den Bronzeplatz im Kugelstoßen,

Oberaden

, 14.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Jetzt bin ich Dritte und Vierte in Europa. Wer schafft das schon? Ich bin super, super happy“, so ihr knapper Kommentar nach dem Wettbewerb im schwedischen Gävle. Mit 17,17 Metern sprang die Oberadenerin auf Podium.

Dabei hatte Julia Ritter nach dem ersten Versiuch und 16,97 Meter den Endkamp sogar angeführt. Doch der 21-Jährigen war schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass mindestens vier der Starterinnen die 17-Meter-Mark knacken können. So kam es dann auch. Die neue Europameisterin Alina Kenzel legte im fünften Versuch die Weite von 17,94 Meter hin. Es folgte die nächste Deutsche - Katharina Maisch - die im dritten Versuch auf 17,64 Meter kam. Ritter selbst ließ 17,07 Meter im fünften Versuch nochmals 17,17 Meter folgen, was für Platz drei reichte.

Julia Ritter stößt die Kugel zu EM-Bronze

Machten den Dreifach-Triumph im Kugelstoßen perfekt: (v.l.) Julia Ritter mit Europameisterin Alina Kenzel und Katharina Maisch. © DLV

Der deutsche Dreifach-Erfolg war somit gesichert. Von den anderen Kugelstoßerinnen sollte keine mehr über die 17 Meter kommen. „Während des Wettkampfs habe ich so gezittert, das war wie vor zwei Jahren in Grosseto. Ich wusste, dass die Niederländerin Jessica Schilder eine Bestleistung von 17,50 Metern hat, und auch die Britin Divine Oladipo kann weit stoßen. Jetzt habe ich endlich meine Medaille! Bei Meisterschaften zählt nur die Platzierung, die Weite ist am Ende egal“, freute sich die Oberadenerin, die noch am Abend zusammen mit Oma Rosemarie, Schwester Emily und den Eltern Kathrin und Reiner Ritter den Erfolg feierte.

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Erst am Freitagabend hatte Julia Ritter ganz knapp das EM-Podium im Diskuswerfen verfehlt. Gleich mit ihrem ersten Versuch legte sie eine Weite von 55,54 Meter hin, die immerhin drei Runden lang die Hoffnung auf europäisches Edelmetall gaben. In der Endphase des Diskus-Endkampfes aber legte die ewige nationale Rivalin Annina Brandenburg mit ihrem fünften Versuch 56,52 Meter hin und zog an der Oberadenerin vorbei.

Vater Reiner Ritter nochmals: „Das war echt ärgerlich, aber man darf dabei nicht vergessen, dass Julia bei dieser EM in zwei technischen Disziplinen gestartet ist und sich alle anderen jeweils nur auf eine dieser Sportarten konzentrieren. Somit ist das Abschneiden hier schon toll - mit der Bronzemedaille sogar super.“

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