Jugend-Vizepräsident Bellinghoff warnt: „Kontaktfreies Training ist große Herausforderung“

dzFußball

Die ersten Vereine nehmen nach den Corona-Lockerungen wieder das Fußball-Training auf. Holger Bellinghoff, Vizepräsident Jugend des FLVW, warnt aber vor der großen Herausforderung.

Kreis Unna

, 04.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat die neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht, die ab dem 30. Mai gilt. Darin enthalten sind unter anderem die Öffnung der Kontaktbeschränkung auf Gruppen von bis zu zehn Personen sowie Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass nach wie vor kein regulärer Trainings- oder Wettkampfbetrieb im Amateur- und Jugendfußball möglich ist.

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Unter Paragraf § 9 „Sport“ heißt es in Absatz 1, dass „der nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb sowie jeder Wettkampfbetrieb […]“ untersagt ist. Weiter heißt es unter Absatz 4 zwar, dass für „Personen, die zu den in § 1 Absatz 2 genannten Gruppen gehören, auch die nicht-kontaktfreie Ausübung ohne Mindestabstand zulässig“ ist – jedoch schließt dies ausdrücklich nur Gruppen mit einer Maximalanzahl von zehn Personen ein. Sportfeste wie zum Beispiel Fußball-Turniere, Freundschaftsspiele und ähnliche Sportveranstaltungen sind ferner bis mindestens zum 31. August untersagt.

„Wir halten es für wenig praktikabel, dass maximal zehn Spieler untereinander wieder mit Kontakt trainieren können.“
Holger Bellinghoff, FLVW-Vizepräsident

„Die Einhaltung der Hygienekonzepte für ein kontaktfreies Training stellt für viele Vereine bereits eine große Herausforderung dar. Wir halten es für wenig praktikabel, dass maximal zehn Spielerinnen und Spielern untereinander wieder mit Kontakt trainieren können, zumal die übrigen Hygienevorschriften nach wie vor eingehalten und Personendaten erfasst werden müssen“, sagt unter anderem der westfälische Vizepräsident Holger Bellinghoff aus Hamm.

Der „Vize“ Jugend rät Vereinen davon ab, wieder mit Kontakt zu trainieren. „Für den Fußball halten wir die neuen Lockerungen für wenig sinnvoll – zumal bis mindestens zum 31. August keine Turniere, Freundschafts- oder gar Meisterschaftsspiele ausgetragen werden können“, so Bellinghoff der zudem noch auf die erhöhte Gefahr einer Infektion aufmerksam macht. Ferner gilt es, die örtlichen Auflagen der jeweiligen Kommunen oder Landkreise zu beachten.

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Im Fußballkreis Unna/Hamm haben die ersten Vereine bereits wieder das Training wieder aufgenommen. Die Klubs im Kamener Stadtbereich haben sich darauf geeinigt, nach einer kurzen Erprobungsphase auf dem Sportanlagen ab 15. Juni wieder hinter dem Ball herzujagen. Die Hygienekonzepte sind bereits durch die Verwaltung durchgewunken worden.

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