Tutku Tekkanat vom Meister TSC Kamen fällt mit Achillessehnenriss gut zehn Monate aus. Aber auch die Konkurrenz muss nun auf wichtiges Personal verzichten.

von Ulrich Eckei

Kreis Unna

, 28.08.2019, 10:07 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Tabellensituation:

Mit dem „Last-Minute-Sieg“ durch Patrick Nüsken setzte sich der BSV Heeren an die erste Position und hat nun gegen RW Unna und TSC Kamen zwei interessante Heimaufgaben vor der Brust. „Wenn wir in diesen Begegnungen ähnlich auftreten wie am Cappenberger See, sind wir die Tabellenführung auch ganz schnell wieder los“, war Heerens Übungsleiter Sebastian Eckei mit dem Auftritt seiner Schützlinge überhaupt nicht einverstanden. Hinter dem BSV rangieren mit dem TSC Kamen, SuS Oberaden und dem Kamener SC drei Hochkaräter, die es jeweils auf sieben Punkte gebracht hat. Dahinter lauert der VfL Kamen, der nach dem 6:1-Erfolg gegen den SV Langschede sechs Zähler eingeheimst hat.

Während der FC TuRa Bergkamen, SV Frömern und der SV Bausenhagen die ersten Siege einfuhren, trägt Westfalia Wethmar II nach dem 2:3 gegen Heeren weiterhin die Rote Laterne.

Das Spitzenspiel

Die verpasste Tabellenführung ärgerte den TSC Kamen am Wochenende weniger als vielmehr die Tatsache, dass das Team in den nächsten zehn Monaten auf seinen agilen Mittelfeldakteur Tutku Tekkanat verzichten muss. Der 32-Jährige zog sich am Sonntag im Spitzenspiel in Königsborn, das im übrigen von 200 Zuschauern besucht wurde, einen Achillessehnenriss zu und wurde mit dem Rettungswagen in das Evangelische Krankenhaus Unna eingeliefert. Dort wird er noch in dieser Woche operiert. „Ich konnte gar nicht zu ihm hinlaufen, ich hatte Tränen in den Augen“, erklärte Trainer Tuncay Sönmez. Der Coach kennt den Leidensweg seines Spielers, der in den älteren Jugend-Jahrgängen von Borussia Dortmund groß wurde, nur zu genau: „Tutti hat schon einige Kreuzbandrisse hinter sich. Das tut mir richtig leid, denn er hatte gerade einen wahrlich tollen Lauf. Er ist in vielen Spielen der Dosenöffner für uns, leitet durch seine Aktionen den Erfolg ein. Ihn können wir nur sehr schwer ersetzen.“

Der Königsborner SV musste mit Julian Nolte, Daniel Steinacker, Marcus Sobala, Tobias Schmitz und den Wettklo-Brüdern einen Großteil seiner Neuzugänge ersetzen und konnte sich bei seinem überragenden Torhüter Bastian Luncke bedanken, dass es am Ende zu einem 1:1 reichte. „Wir haben deshalb auch einen Zähler gewonnen“, zeigte sich KSV-Coach Andy Feiler zumindest mit der Ausbeute zufrieden.

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Königsborner SV - TSC Kamen 1:1

25.08.2019
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Königsborner SV - TSC Kamen 1:1© Teimann
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VfL Kamen:

Julian Blume ist am Dienstagabend nach längerer Verletzungspause wieder ins Training eingestiegen. „Mit seinem Comeback ist bald zu rechnen“, erklärt VfL-Trainer Emre Aktas, der auch wieder auf die Urlauber Fabio Liebner und Phillip Pötter zurückgreifen kann. Dafür fehlt Marvin Hennig beim VfK Weddinghofen urlaubsbedingt.

FC TuRa Bergkamen:

Nach dem ersten Saisonsieg in Mühlhausen sind Trainer Alexander Berger einige Steine vom Herzen gefallen: „Es wurde langsam Zeit, nun müssen wir gegen Bausenhagen nachlegen. Personell sieht es auch wieder etwas besser aus, denn Kerim Lütfü Gercek kehrte aus dem Urlaub zurück. Eventuell ist am Sonntag auch Jörg Plattfaut wieder dabei.

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RW Unna:

Bereits nach 20 Minuten mussten Oliver König und Elyesa Dumanli gegen den SV Frömern das Spielfeld wegen Oberschenkelproblemen verlassen. Nach dem Wechsel ging es auch bei Andreas Maisinger nicht mehr weiter. „Ich hoffe, dass ich am Sonntag in Heeren auf diese Akteure wieder zurückgreifen kann“, weiß RWU-Coach Marc Schmitt, dass es sich hierbei um wichtige Stammkräfte handelt.

SV Bausenhagen:

Im Kellerderby wurde Tim Hans schon nach sechs Minuten mit Verdacht auf Bänderiss ausgewechselt. „Die Partie stand auf des Messers Schneide. Gut, dass unser Coach Marco Schott den Siegtreffer in der Nachspielzeit markiert hat“, freute sich Bausenhagens Co-Trainer Ulli Neuhaus.

Kreisliga A (2)

Die ersten Roten Karten

Am dritten Spieltag wurden die Zuschauer mit immerhin 40 Toren verwöhnt. Damit stieg die Gesamtzahl auf 113 Treffer an, dies entspricht einem Schnitt von 4,7Treffern pro Begegnung. In der Torschützenliste führen Martin Herbort (BSV Heeren) und Christopher Thomassen (Königsborner SV), die es jeweils auf sechs Treffer bringen. Die Schiedsrichter sprachen 38 Gelbe und zwei Rote Karten aus. In der laufenden Saison wurden bisher 107 Gelbe, vier Ampel- und zwei Rote Karten gezeigt. Alexander Berger, Trainer des FC TuRa Bergkamen, erreichte im Tippspiel neun Punkte und rangiert hinter Olaf Barnfeld (VfK Weddinghofen), der 13 Zähler geschafft hat, auf dem zweiten Platz.

VfL Kamen II:

Zumindest ein Punkt war auf der „Alm“ für den Aufsteiger möglich. „Leider mussten wir schon zum Seitenwechsel mit Axel Kadzioch und Tim Schacknat wichtige Stammspieler auswechseln. Hoffentlich fallen beide Akteure nicht so lange aus“, so Trainer Nils Giese, der mit seinen Mannen am kommenden Sonntag den Königsborner SV erwartet.

BSV Heeren:

Nach siebenmonatiger Verletzungspause durfte Mittelfeldakteur Tao Saenthamma in Wethmar ab der 42. Minute wieder sein Comeback geben. „Schön, dass ich wieder mit ihm planen kann“, bescheinigte ihm Coach Sebastian Eckei eine ordentliche Leistung. Thilo Ernst und Robin Solty verabschiedeten sich Anfang der Woche für zwei Wochen in den Urlaub. Dafür ist Matthias Böcker seit dem gestrigen Mittwoch wieder zurück. Marlon Oboda ist für seine Rote Karte in Wethmar bis zum 15. September 2019 gesperrt worden.

Jetzt fallen auch diese Leistungsträger in der Kreisliga aus

© awa

VfK Weddinghofen:

Eine deutliche Derby-Niederlage kassierte der VfK am Oberadener Römerberg. „Wir haben die ersten 23 Minuten völlig verschlafen. Dazu kommt natürlich, dass wir mit dem letzten Aufgebot antreten mussten. Nach einer halben Stunde fiel auch noch Torhüter Anthony Mertin verletzungsbedingt aus. Ich hoffe, dass gegen den VfL Kamen einige Akteure wieder zurückkommen werden“, so Weddinghofens Übungsleiter Olaf Barnfeld, der zumindest wieder mit Ahmet Keske rechnen kann.

SV Langschede:

Bereits nach neun Minuten musste Langschedes Keeper David Sobral im Kamener Jahnstadion das Spielfeld verlassen und wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus eingeliefert. Für ihn ging dann Markus Brüggemann zwischen die Pfosten. Beim Abschlusstraining am Freitagabend verdrehte sich Rico Schneider das Knie und wird nun auch einige Wochen ausfallen. Die Partie gegen den SSV Mühlhausen II, die ursprünglich auf Freitag, 30. August, vorverlegt wurde, findet nun doch am Sonntag, 1. September, ab 15 Uhr im Stadion an der Ruhrbrücke statt. Die SSV-Reserve hatte aufgrund des Derbys der ersten Mannschaft in Massen um eine Vorverlegung gebeten. Da diese Begegnung nun am Sonntag erst um 18 Uhr im Stadion an der Sonnenschule ausgetragen wird, kann die SSV-Reserve doch um 15 Uhr in Langschede auflaufen.

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