Das war ein Auslandsaufenthalt der echt Magenschmerzen bereitet. Als Ulrike Mandt in Italien unterwegs war, wurde für sie eigens die Autobahn gesperrt.

Kamen

, 08.10.2019, 09:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ulrike Mandt vom TVG Kaiserau ist ein echter „Ironman“. Sie nahm jetzt an der Adria am Ironman Emilia Romagna in Italien teil. Am Ende des Tages durften 2561 Athleten nach Durchschreiten des Zielbanners den ersehnten Satz „You are an Ironman“ entgegennehmen. Darunter auch die überglückliche Ulrike Mandt als 27. ihrer Altersklasse 50. Insgesamt erreichten 305 weibliche Starterinnen das Ziel. Mandt benötigte eine Gesamtzeit von 12:48:02 Stunden.

Sonnenschein und 11 Grad erwarteten die Sportler und tausende von enthusiastischen Fans am Strand von Cervia. Zunächst wurde das Profifeld der Herren und Damen auf die Strecke geschickt. Im Anschluss erfolgte der Start der Altersklassenathleten als sogenannter „Rolling Start“. Hierbei wurden alle fünf Sekunden sechs Starter in die 21,7 Grad warme Adria gelassen. Mandt verließ nach 1:09:57 Std. das Wasser. Glück im Unglück hatte die Triathletin, dass sie nur im Nacken Kontakt mit einer Feuerqualle hatte. Andere Schwimmer mussten nach heftigerem Kontakt bereits nach oder während des Schwimmens den Wettkampf beenden und sich ärztlich versorgen lassen.

Italiener sperren für Ulrike Mandt die Autobahn

Ulrike Mandt präsentiert stolz die Teilnahme-Medaille beim Ironman Italy. © TVG

Bei inzwischen 15 Grad ging es nach dem Schwimmausstieg im Laufschritt über ca. 900 Meter – nach Angaben des Veranstalters handelte es sich um eine der aktuell längsten Wechselzonen im Triathlon – auf die 180 km lange Radstrecke mit insgesamt ca. 700 Höhenmetern. Für die Veranstaltung wurde die örtliche Autobahn in einem Teilabschnitt von 20 km vollständig gesperrt. Die Radstrecke musste in zwei Runden absolviert werden. Bis Kilometer 160 lief es für Mandt ausgezeichnet. Aufgrund von Unverträglichkeiten mit der angebotenen Wettkampfverpflegung traten nun leider Magenkrämpfe auf. Dennoch erreichte sie mit einem Tempodurchschnitt von 30,7 Stundenkilometern nach 5:51:55 Stunden ihre Laufschuhe.

Der verbleibende Marathon mit 42,195 km musste in vier Runden durch die Altstadt von Cervia bewältigt werden. Mandt benötigte hierfür mit Magenproblemen und Gehpausen 5:28:30 Stunden.

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