In die Königsborner Staffel kommt noch mehr Brisanz in den Abstiegskampf

dzHandball:

Der Abstiegskampf in der 3. Liga mit dem Königsborner SV wird an Dramatik kaum zu überbieten sein. Denn: Auch den Tabellenneunten der Zwölfer-Staffel kann es am Ende treffen.

von Harald Jansen

Königsborn

, 22.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch im Handball nimmt die Spielzeit 2020/2021 so langsam konkrete Formen an. Nachdem der Handballverband Westfalen und auch der Handballkreis Hellweg seinen Rahmenterminplan und seine Staffeleinteilungen bereits bekannt gegeben haben zog nun die Spielkommission 3. Liga des Deutschen Handball Bundes (DHB) im Rahmen seiner Sitzung in Dortmund vom 19. Juli nach.

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Nun besteht auch für den einzigen heimischen Drittligisten weitere Klarheit. Die Damen des Königsborner SV, die nach dem Klassenerhalt in der abgebrochenen Saison in ihre zweite Spielzeit in der dritthöchsten nationalen Spielklasse gehen, wurden wie erwartet in die Staffel Nord-West eingruppiert. Während in der Vorsaison noch bundesweit 48 Teams in vier Staffeln spielten, sind von der Kommission die nunmehr 60 Teams in fünf Staffeln eingeteilt worden. Bedingt durch die Corona-Krise und dem vorzeitigen Saisonabbruch ist es zu einem vermehrten Aufstieg gekommen.

Königsborner SV

KSV-Coach Kai Harbach warnt seine Spielerinnen. Auch der Viertletzte der 3. Liga kann noch absteigen. © Neumann

Um jedoch die Staffelstärke nicht von 12 auf 15 ansteigen zu lassen, wurde eine zusätzliche fünfte Staffel gebildet. So bleibt es für alle Teilnehmer bei 22 Saisonspielen. Drei der fünf künftigen Staffelsieger steigen in die 2. Bundesliga auf. Insgesamt gibt es 16 Absteiger, dass heißt aus jeder Staffel gehen drei Teams in die Oberliga. Hinzu kommt ein weiterer Absteiger, den die fünf Neuntplatzierten ausspielen werden.

Saisonstart in der 3. Liga ist am Wochenende 17./18. Oktober

Saisonstart ist bei den Frauen am Wochenende 17./18. Oktober 2020, die Männer in der 3.Liga starten bereits zwei Wochen früher. In der Staffel Nord-West treffen die Damen um KSV-Trainer Kai Harbach mit Oberliga-Meister PSV Recklinghausen, dem ASC Dortmund und der Ibbenbürener Spielvereinigung drei alte Bekannte aus gemeinsamen Oberliga-Zeiten wieder. Der ASC und Ibbenbüren bekamen erst nach Rückzügen anderer Teams ihr Startrecht für die 3.Liga.

Während im Unterschied zur Vorsaison mit FSV Mainz II, TSG Bretzenheim und HSG Marpingen-Alsweiler drei Teams aus dem Süden anderen Staffeln zugeteilt wurden, erhielt der KSV mit dem Hannoverscher SC, dem TV Hannover-Badenstedt, VfL Oldenburg II und BV Garrel vier neue Gegner aus dem Norden. Komplettiert wird die Zwölfer-Staffel durch Borussia Dortmund II, HSG Blomberg-Lippe II, SFN Vechta und Meister TV Aldekerk, die allesamt bereits in der Vorsaison mit den Kreisstädterinnen die Klingen kreuzten.

„Die Staffeleinteilung ist für uns überragend.“
Kai Harbacht, Trainer Königsborner SV

„Die Staffeleinteilung ist für uns überragend“, freut sich KSV-Coach Kai Harbach in erster Linie über einige kurze Anfahrten zu Auswärtsspielen. Und auch die Fahrten zu den neuen „Nordteams“ sind über A1 und A2 gut zu meistern. Ziel der heimischen Blauhemden ist der erneute Klassenerhalt, der wieder eine hohe Hürde für die KSV-Mädels darstellen wird. „Wir trainieren aktuell dreimal die Woche. Da wir nun erst am 17. Oktober in die Saison starten, muss ich mit dem Team demnächst den weiteren Trainingsplan klären“, so Harbach.

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Ebenso offen ist, ob und in welcher Form Testspiele ausgetragen werden können.

„Dass wir Startdatum, Staffeleinteilung und Modus haben, hilft allen Beteiligten. Wir und damit auch die Vereine können nun etwas konkreter planen“, wird Horst Keppler, Vorsitzender der Spielkommission 3. Liga und verantwortlich für die Staffeln der Frauen auf der Internetseite des DHB zu diesem Thema zitiert.

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