Deshalb muss in der Landesliga (3) auch der Viertletzte noch um den Klassenerhalt zittern.

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Auf dem Staffeltag wurde den Vereinsvertretern erklärt, gegen wen in dem Fall ein Entscheidungsspiel ausgetragen werden muss. Warum Gelbsperren da keine Rolle mehr spielen, lesen Sie hier.

von Werner Hahn

Kreis Unna

, 01.08.2019, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

An traditionsreicher Stätte - in Herne-Sodingen - wurde der diesjährige Staffeltag der Fußball-Landesliga (3) abgehalten.

Die wichtigste Meldung vorab: Für den aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt als Staffelleiter ausscheidenden Helmut Engelage übernimmt nunmehr Klaus Overwien das Ruder in der Landesliga (3). Der Waltroper ist übrigens kein unbekannter Funktionär. Neben seiner Aufgabe als Staffelleiter der Bezirksliga (9) ist Overwien zugleich für den Westfalenpokal als Leiter verantwortlich. Zudem sitzt er im Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) - ein erfahrener Mann also.

Dennoch ließ es sich Helmut Engelage nicht nehmen, zunächst Viktoria Resse die mit 250 Euro dotierte Urkunde als fairstes Team der Liga zu überreichen. Eine Urkunde heimste natürlich auch Meister und Aufsteiger SV Sodingen ein: „Dass der SV Sodingen noch Meister geworden ist, überrascht mich schon. Die Elf hatte zwischenzeitlich neun Punkte Rückstand auf den damaligen Tabellenführer FC Frohlinde. Aber auch den SC Obersprockhövel hatte ich stärker eingeschätzt, Sodingen war halt der lachende Dritte“, meinte Engelage.

Es war zugleich die letzte Amtshandlung des Herners. „Es tut mir leid, dass ich das Amt jetzt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben muss“, machte die Stimme des Funktionärs deutlich, dass ihm der Verzicht schon sehr nahe geht.

„Ich übernehme eine intakte Liga“, sagte Klaus Overwien, der die Landesliga (3) schon zwischenzeitlich kommissarisch geführt hatte. Es gibt in dieser Liga nur wenig Sportplätze, die ich noch nicht besucht habe. Das möchte ich auch in Zukunft beibehalten, um Kontakt zu den Vereinen zu halten“, so der neue Ligaboss. „Die kommende Spielzeit 2019/2020 beginnt am 11. August. Die Hinrunde endet am 8. Dezember. Die Rückrunde geht eine Woche später los und wird dann wegen der Winterpause am 19. Februar des kommenden Jahres fortgesetzt. Das Saisonende ist für den 24. Mai geplant“, so Overwien weiter.

Deshalb muss in der Landesliga (3) auch der Viertletzte noch um den Klassenerhalt zittern.

Eckart Stender vertrat den SuS Kaiserau und Osman Celik die IG Bönen. © Hahn

Da die Landesliga (3) mit 17 Vereinen - die allesamt am Mittwochabend vertreten waren - ins Rennen geht, gibt es drei direkte Abstiegsplätze. Der Viertletzte trägt dann ein Entscheidungsspiel gegen den Drittletzten der Staffel 2 aus, weil hier aus geografischen Gründen nur 15 Vereine eingruppiert wurden. Ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden gibt es künftig nicht mehr. Das Heimrecht wird in Zukunft, wie auch bei allen anderen überkreislichen Spielen dieser Art, ausgelost.

Wichtig auch: Ein Spieler, der sich am Ende der regulären Saison eine Gelbsperre eingehandelt hat, wäre in Zukunft für ein eventuelles Entscheidungsspiel nicht mehr gesperrt. „Wir wollen damit eine Ungleich-Behandlung ausschließen“, sagt Klaus Overwien.

Der Meister steigt direkt in die Westfalenliga auf. Sollten diese beide übergeordneten Ligen insgesamt nicht auf 32 Teams kommen, so hat auch der jeweilige Tabellenzweite der vier Landesligen via Relegation eine weitere Aufstiegschance.

Übrigens: Auch die Delegierten des Staffeltages der Landesliga (3) plädierten einstimmig dafür, in Zukunft die Staffeltage in bewährter Form beizubehalten.

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