Im „Finale Furioso“ brennt für Laura Nolte nichts mehr an

dzBobsport

Unnas Bob-Pilotin Laura Nolte hat den Bundestrainer unter Druck gesetzt: Nach dem souveränen Erfolg bei der DM steht die Tür zum Weltcup ganz weit offen.

von Dirk Berkemeyer

Unna

, 12.11.2020, 13:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf Laura Nolte ist Verlass: Die junge Bobsportlerin aus Unna zeigte bei den Deutschen Meisterschaften am Königssee zwei bärenstarke Läufe und verteidigte in einer Gesamtzeit von 1:42,45 Minuten souverän ihren deutschen Meistertitel von 2019.

Der Erfolg auf nationaler Ebene wird für die 21-Jährige hoffentlich aber nur ein „netter Nebeneffekt“ sein, denn eingebettet in die Rennen zur Deutschen Meisterschaft war ebenfalls das dritte und letzte Selektionsrennen für einen Startplatz im Weltcup.

Und hier müssten Nolte und ihre Anschieberin Deborah Levi nun normalerweise auch in einer Top-Ausgangsposition sein. Vier Pilotinnen hatten sich im Vorfeld der Rennen um einen der drei verfügbaren Plätze in der Eliteliga des Bobsports beworben. Neben Nolte waren das Olympiasiegerin Mariama Jamanka, Junioren-Weltmeisterin Kim Kalicki und Stephanie Schneider.

Jetzt lesen

Mit Jamanka (Winterberg), Kalicki (Altenberg) und Nolte (Königssee) konnten sich drei der vier Fahrerinnen in die jeweiligen Siegerlisten eintragen. Nur Schneider konnte keine Selektion gewinnen, landete in Winterberg auf Rang zwei, am Königssee auf Platz drei und in Altenberg auf Rang vier. Jamanka fiel nach ihrem Sieg in Winterberg ein wenig ab und konnte in Altenberg (Platz drei) sowie am Königssee (Rang vier) nicht mithalten.

Jetzt lesen

Ganz anders dagegen Laura Nolte. Nach schwachem Start in Winterberg als Vierte, drehte die junge Unnaerin immer weiter auf. Schon in Altenberg stand zur Pause ein erster Rang zu Buche, am zweiten Tag fiel Nolte aber noch hinter Kalicki zurück.

Beim „Finale furioso“ am Königssee brannte schließlich nichts mehr an. In beiden Läufen zauberten Nolte/Levi nicht nur die besten Startzeiten aufs Eis, sondern hatten auch unten im Ziel jeweils mit Laufbestzeit die Nase vorn.

Jetzt lesen

Was noch für Nolte und Levi spricht: In allen acht Einzelläufen der drei Selektionen waren die jungen Sportlerinnen am Start nicht zu schlagen und legten immer die absolute Bestzeit hin.

Ob das nun für einen Startplatz im Weltcup reicht, wird Bundestrainer René Spieß entscheiden.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Aus Sicht des Trainers
Ingo Kösters: „Kerle rollen nach dem Foul vier Mal hin und her - Frauen stehen auf“