HSC nimmt auch „Hürde“ Rheine ganz souverän

dzFussball

Obwohl der Holzwickeder SC auch in Rheine stark ersatzgeschwächt antreten musste, setzte sich die Elf von Axel Schmeing völlig verdient mit 2:0 durch.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 22.10.2018, 10:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Erfolg, der umso beachtenswerter ist, als die Gäste dabei auf einige „Hochkaräter“ in ihrem Team mussten.

Der HSC, der aus dem erwähnten Gründen mit einer blutjungen Mannschaft im Münsterland auflaufen mussten, zeigten von Beginn an keine Scheu vor dem FC Eintracht Rheine. So hätte Nico Berghorst bereits nach gut zehn Minuten Spielzeit zum 1:0 für seine Farben treffen müssen, als dieser völlig allein das Tor der Hausherren ansteuerte, in Keeper Philipp Hinkerohe indes seinen Meister fand. Glück hatte der Gast dann aber kurze Zeit später, als der Ex-Rhynerner Nils Hönnicke mit einem Freistoß nur die Unterkante der Latte des HSC-Tores traf. Dann aber war der Gast wieder an der Reihe: Zunächst hatte Nico Berghorst (25.) erneut kein Glück bei seinem Alleingang. Besser machte es eine Minute später Sebastian Hahne, der den Gast mit 1:0 in Front brachte. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel bot sich den Gästen dann die Riesenchance zum 2:0. Nico Berghorst war im Straftraum der Rheinenser von Maik Osterhaus nur per Foulspiel zu bremsen. Marcel Duwe, der gestern auch als Kapitän fungierte, schritt zur Tat, doch auch beim Elfmeter zeigte sich der FCE-Torwart Hinkerohe als Meister seines Faches, entschärfte diesen Strafstoß.

Kurz vor dem Pausenpfiff, zeigte der schwach leitende Unparteiische Florian Visse nach einer Attacke von Moritz Müller an Omar Guetat erneut auf den ominösen Punkt: Aber auch HSC-Keeper Malte Hegemann zeigte sich hervorragend auf den Posten, wehrte den Elfmeter von Rheines Torjäger Timoi Scherping, den die HSC-Defensive ansonsten recht gut im Griff hatte, ab.

Zwar erhöhten die Platzherren nach der Pause ein wenig den Druck, doch ernsthaft in Gefahr geriet der Kasten von Malte Hegemann eigentlich nur bei Standartsituationen. Der Gast dagegen beschränkte sich auf ein gepflegtes Konterspiel, hätte den Sack bei den Riesenchancen, die sich Berghorst und Hahne nunmehr boten, vorzeitig zumachen können - eigentlich sogar müssen. So blieb die Partie bis zum Schluss spannend, weil sich der Elf von Coach Uwe Laurenz einige Möglichkeiten boten. So dauerte es bis zur 95. Minute, ehe Mirco Gohr nach guter Vorarbeit von David Vaitkevicius dem Spuk mit dem 2:0 ein Ende bereitete.

FCE Hinkerohe - Holtmann, Hönnicke, Guetat (82. Rosum), Braininger, Grewe, Ricken (70. Mladenocic), Scherping, Osterhaus (76. v. d. Berg), Brüggemeyer, Meyer

HSC: Hegemann - Müller, Pfaff, Rosowski, Duwe, Hahne (85. Bouasker), Heinrichs, Kaluza, Berghorst (90. Vaitkevicius), Ivancic, (79. Gohr), Ivancic

Tore:0:1 26.) (Hahne, 0:2 (90+4) Gohr

Bes. Vk.: Duwe (HSC/40.) und Scherping (Rheine/(45.) verschießen Foulelfmeter

Stimmen zum Spiel

Uwe Laurenz, Trainer FCE Rheine: „Der Holzwickeder SV hat verdient gewonnen. Hatte auch ein Chancenplus, auch wenn wie wir beim Lattentreffer von Nils Hönnicke Pech hatten. Wir haben heute nicht gut gespielt. Bei uns waren viele Unzulänglichkeiten im Spiel. Außerdem hat mir die notwendige Aggressivität gefehlt, deshalb kann ich nicht zufrieden sein. Für mich war das ein gebrauchter Tag,“

Axel Schmeing, Trainer des Holzwickeder SC: „Der Sieg ist auf jeden Fall verdient. Wir sind gut ins Spiel gekommen. Allerdings war Rheine immer ein gefährlicher Gegner, das hat man vor allem bei den Standards gesehen. Unser Sieg ist nicht hoch genug zu bewerten, zumal bei uns heute zehn Akteure mitwirkten, die nicht älter als 23 Jahre sind. Wir hätten den Sack allerdings früher zumachen müssen.“

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