Die A-Junioren des HSC und des SuS Kaiserau stecken zusammen mit der DJK Mastbruch im Aufstiegskampf der Bezirksliga. Erstmals keimt jetzt Kritik auf - aber am Ligakonkurrenten FC Overberge.

von Thorsten Teimann, Pascal Wahner

Kreis Unna

, 04.03.2020, 12:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Die DJK Mastbruch (14 Spiele) führt die Liga acht Spieltage vor Saisonende mit 34 Punkten an. Dahinter rangiert der Nachwuchs des HSC mit einem Spiel mehr und 31 Zählern. An Position drei macht sich die A-Jugend des SuS Kaiserau noch Hoffnung auf den Sprung in die höhere Klasse. Die Schwarz-Gelben haben ebenfalls erst 14 Partien ausgetragen und verfügen über 30 Zähler. Diese drei Mannschaften buhlen am Ende um die Spitze und den Aufstieg.

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Während der SuS Kaiserau am Wochenende die Punkte aus dem Spiel gegen Schlusslicht Erwitte kampflos (2:0) erhielt, setzte sich der HSC in Dortmund-Mengede mit 2:0 durch. Beide Teams halten Kurs. Aber auch Spitzenreiter DJK Mastbruch ließ nichts anbrennen. Gegen den FC Overberge gewannen die Paderborner souverän mit 6:1. Aber: Die Bergkamener traten nicht in Bestbesetzung an - und das trifft in Holzwickede und Kaiserau auf Unverständnis

Holzwickedes Lars Rohwer (hinten links) wünscht sich einen fairen Wettbewerb.

Holzwickedes Lars Rohwer (hinten links) wünscht sich einen fairen Wettbewerb. © Neumann

Die A-Junioren des FC Overberge mussten in der Partie gegen Tabellenführer Mastbruch mit Tim Rüger, Hannes Gladysch, Enes Akdogan und Juan Luca Steinbach auf gleich vier Stammspieler verzichten, die stattdessen in der ersten Seniorenmannschaft eingesetzt wurden. Die erste Mannschaft des FCO befindet sich bekanntlich im Mittelfeld der Kreisliga A. Sowohl nach oben als auch nach unten kann nicht mehr viel passieren. Overberges A-Jugend-Trainer Recep Alkan wollte sich zu den Hintergründen des A-Junioren-Wechselns nicht äußern.

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Dafür melden sich aber die Kreisrivalen zu Wort. Die A-Junioren des SuS Kaiserau, die sich im Kampf um die Meisterschaft vom Kreisrivalen Schützenhilfe erhofft hatten, zeigten sich vom Verhalten des FCO enttäuscht. „Ich habe Overberges Aufstellung mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. In einem Spiel gegen den Tabellenführer hätte ich mir natürlich gewünscht, dass der FCO mit der bestmöglichen Mannschaft angetreten wäre. Anders als am Sonntag gegen Mastbruch ist Overberge gegen meine Mannschaft immer in voller Besetzung angetreten“, erklärte Kaiseraus Trainer Christoph Golombek.

Christoph Golombek vom SuS Kaiserau wunderte sich über die Overberger Aufstellung.

Christoph Golombek vom SuS Kaiserau wunderte sich über die Overberger Aufstellung. © privat

Diese Sichtweise teilte auch Holzwickedes Trainer Lars Rohwer, dessen Team derzeit auf dem zweiten Platz rangiert. „In Bestbesetzung hätte Overberge die Mastbrucher sicherlich ärgern können. Ich kann das Vorgehen des FC Overberge aus Sicht des Gesamtvereins natürlich verstehen, aber für den Wettbewerb in der A-Junioren Bezirksliga ist es natürlich nicht förderlich.“

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In den verbleibenden Spieltagen empfängt der SuS Kaiserau unter anderem noch die DJK Mastbruch (22. März) und es kommt zum Kreisderby gegen den Holzwickeder SC (17. Mai).

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