Noch sind Hopfen und Malz nicht verloren. Die Reserve des Holzwickeder SC rangiert in der Bezirksliga (8) mit zwölf Punkten auf einem Abstiegsplatz. Coach Pannewig hat einen Lösungsansatz.

Holzwickede

, 22.01.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Zähler trennen die Emscherhusaren vom rettenden Ufer, eine machbare Distanz. Das sieht auch Trainer Olaf Pannewig so, der im Interview mit unserer Sportredaktion den Finger in die Wunde legt und die Gründe für die aktuelle Platzierung nennt.

Sie stehen auf dem ersten Abstiegsplatz, was muss sich an der Emscher ändern?

Es gibt viele kleine Punkte, die wir ändern müssen, nicht nur ein, zwei Dinge. Viele Spiele haben wir knapp erst in der Schlussphase verloren. Die Trainingsbeteiligung müsste besser sein, was aber auch nicht immer möglich ist. Dann hat uns das Verletzungspech getroffen, auch in der ersten Mannschaft. So gab es kaum Verstärkung von oben.

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Der ein oder andere aus der Oberliga-Mannschaft hat aber schon in der Zweiten ausgeholfen?!

Ja, das stimmt. Aber diese Akteure waren auch nicht immer zu 100 Prozent körperlich fit. Dann können sie uns auch nicht weiterhelfen. Meine Aufgabe ist es, die Spieler fit zu bekommen.

HSC-Ausbilder Olaf Pannewig: „Nur mit jungen Leuten geht es nicht“

Coach Olaf Pannewig hat es in der HSC-Reserve vornehmlich mit jungen Spielern zu tun.

Gut, jetzt stehen Sie auf einem Abstiegsplatz, aber die Erste ist in der Oberliga ja so gut wie durch. Da gibt´s doch spätestens am Saisonende richtig Schützenhilfe?

Unsere erste Mannschaft rangiert zwar auf Platz fünf, aber sicher durch ist sie noch nicht. Wer Axel Schmeing kennt, der weiß auch, dass er sehr ehrgeizig ist und noch so manche Spiele gewinnen möchte. Darauf sollten wir uns nicht verlassen. In den Jahren zuvor haben wir ja auch allein eine gute Endplatzierung erreicht. Derzeit ist unsere junge Truppe nicht so stark, wir haben noch nicht den Leistungsstand erreicht.

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Was ist also ihre Forderung?

Das ist ein Problem, was alle im Verein angeht. Trainer, Vorstand und Sportliche Leitung müssen die Augen aufmachen. Es muss ein Umdenken stattfinden. Na klar ist die zweite Mannschaft ein Ausbildungsteam, aber nur mit jungen Leuten geht es nicht. Wir benötigen auch Erfahrung auf dem Platz. Mauritz Kruse, der schon mit dem SSV Mühlhausen hoch gespielt hat, ist so ein Mann. Der ist geschult, hat Präsenz und bringt Ruhe rein. Zudem können uns nur körperlich fitte Spieler weiterhelfen.

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Wie sieht´s aktuell mit dem Personal aus?

Fabien Joel Garando hat uns in Richtung Ligakonkurrent VfR Sölde verlassen. Aktuell trainiert ein Gastspieler bei uns, der zuletzt im Raum Düsseldorf gespielt hat. Pech hat Andy Heiß: Nach dem Bruch des Schlüsselbeins gegen die SG Massen, hat er sich nun im Training einen Mittelfußbruch zugezogen. Ob er in der Rückrunde noch zum Einsatz kommt, ist fraglich. Auch Henning Heubel fällt nach seinem Mehrfach-Bänderriss noch aus.

Hat es mit Ihnen schon Gespräche über die nächste Saison gegeben?

Nein, noch nicht. Ich denke, dass der HSC aktuell mit Oberliga-Coach Axel Schmeing über die Zukunft spricht. Letztes Jahr folgte dann rasch das Gespräch mit mir und Ralf Driemel. So wird es wohl auch dieses Jahr laufen.

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