Das 2:2 bei Westfalia Herne ärgert die Spieler des Holzwickeder SC mächtig. Viele Chancen wurden vergeben. Das darf gegen die nun kommenden Bundesliga-Spieler nicht passieren.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 26.08.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

So richtig freuen konnte sich Sonntag im Lager des Holzwickeder SC wohl niemand über das 2:2-Remis, für das die Verantwortlichen des HSC im Vorfeld der Partie bei Westfalia Herne wohl unterschrieben hätten.

Gemessen an der Vielzahl an dicken Tormöglichkeiten, die sich den Gästen während der insgesamt 94 gespielten Minuten am traditionsreichen Schloss Strünkede boten, war das 2:2-Remis für das Schmeing-Team so etwas wie eine gefühlte Niederlage. Klar also, dass die HSC-Cracks den Platz nach diesem völlig überflüssigen Verlust von zwei Punkten mit hängenden Köpfen verließen - Frust pur folglich: „So ein Chancen-Plus habe ich in der Oberliga noch nicht erlebt. Es war bislang unser bestes Spiel in dieser Saison. Unsere Außenverteidiger Moritz Müller und Lennart Uedickoven haben ihre Aufgabe sehr gut gelöst. Schlimmer als der Fehler von Moritz Müller, der zum 2:2-Ausgleich führte, war für mich die Tatsache, dass wir unsere vielen dicken Chancen nicht genutzt haben“, sagte HSC-Trainer Axel Schmeing nach dem Spiel, der quasi mit dem letzten Aufgebot in der Revierstadt antreten musste.

„Unsere Mentalität ist fantastisch, wenngleich ich mit dem Spiel meiner Mannschaft nicht zufrieden bin. Unser Keeper Ricardo Seifried war Weltklasse, ohne ihn hätten wie mindestens sechs Stück, vielleicht auch noch mehr bekommen“, meinte Hernes Trainer-Heißsporn Christian Knappmann. Sei es drum: Der Holzwickeder SC, der jetzt zwei Heimspiele in Folge vor der Brust hat, wartet weiter auf den ersten Dreier in der allerdings noch jungen Saison. Den Anfang macht am kommenden Sonntag die Zweitvertretung von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07, ehe eine Woche später die „Zweite“ von Preußen Münster ihre Visitenkarte in der Emschergemeinde abgibt. Beides Gegner mit „Wundertüten-Format“, weil sie gegebenenfalls auf Akteure aus ihrem Profibereich zurückgreifen können. Bei den Paderbornern standen jedenfalls am vergangenen Sonntag gleich sechs Akteure aus dem Bundesliga-Kader beim 5:3-Sieg im OWL-Derby gegen den FC Gütersloh in der Startformation.

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