Holzwickeder SC: Platz fünf ist keine Garantie für Klassenerhalt

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Der Holzwickeder SC hat es bisher auf gute 27 Punkte gebracht. Der Klassenerhalt, das verrät Trainer Axel Schmeing im Interview mit der Sportredaktion, ist damit aber noch nicht gesichert.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 08.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Wieder offiziell im Training steht Fußball-Oberligist Holzwickeder SC: Nach einem Lauf am Sonntag an der Rennbahn in Dortmund-Wambel absolvierte das Team am Dienstagabend die ersten Übungseinheiten auf dem Feld. Die Stimmung in der Mannschaft ist natürlich nach den Erfolgen zuletzt sehr gut. Dennoch: Sich auf die bislang erreichten 27 Zähler auszuruhen, das könnte ein großer Fehler sein. Einerseits liegt das Feld in der Oberliga Westfalen ab Rang vier, den derzeit der FC Eintracht Rheine punktgleich mit dem HSC einnimmt, bis runter zu den möglichen Abstiegsplätzen viel zu eng beieinander. Zudem ist nicht sicher, wie viele Teams am Saisonende tatsächlich in die jeweiligen Westfalenligen absteigen müssen. Logisch also, dass sich HSC-Coach Axel Schmeing von dem aktuell guten fünften Platz nicht blenden lässt, wie er in einem Gespräch mit der Sportredaktion dieser Zeitung deutlich macht.

Herr Schmeing, Ihr Team nimmt nach Ende der Hinrunde trotz zum Teil großer Personalprobleme einen hervorragenden fünften Platz ein, wie bewerten Sie diese Situation?

Der Blick auf die aktuelle Tabelle der Oberliga macht natürlich Spaß. Für mich ist das aber nur eine Momentaufnahme. Alles andere als der Klassenerhalt ist aus meiner Sicht nur Träumerei, das wird kein Selbstläufer. Allerdings sollte es am Saisonende, wenn alles normal verläuft, zu einem Nichtabstiegsplatz reichen.

Ihre Mannschaft, die in der bisherigen Spielzeit lange von extremen personellen Problemen gebeutelt war, hat zuletzt gute Leistung abgerufen, wie allein der 2:1-Sieg bei Titelanwärter Rot-Weiß Ahlen verdeutlicht, oder?

Wir haben in der Tat von den vergangenen sechs Spielen fünf gewonnen. Aber das waren auch alles ganz wichtige Siege, da muss man nur die Tabelle der Oberliga Westfalen hinzuziehen. Wer jedoch von mehr träumt, dem wünsche ich gute Besserung.

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Ihren Verein haben in der Winterpause einige Akteure verlassen. Die Zahl der Neuzugänge hält sich dagegen in Grenzen. Eigentlich ist nur Steven Kodra neu, während Keeper Kevin Beinsen und Joshua Heinrichs nach ihrer Pause wieder zum Team stoßen. Sehen Sie ihre Mannschaft als geschwächt an?

Für uns wird es ganz wichtig sein, dass wir anders als in der Vorrunde von großen Verletzungssorgen verschont bleiben. Zum Team stößt mit Ersan Özkan übrigens ein weiterer Akteur, der seine Verletzung überwunden hat. Unser Kader ist zwar inzwischen etwas kleiner geworden, dafür haben wir aber aus meiner Sicht an Qualität gewonnen.

Haben Sie dann, wenn alles ohne die erwähnten Personalprobleme bleibt, nicht auch hier und da die Qual der Wahl in ihrem Team?

Da werden die Karten neu gemischt. Bei mir gibt es keine Stammplatzgarantie. So werden sich zum Beispiel Kevin Beinsen und Malte Hegemann im Kampf um den Platz im Tor duellieren.

Sie sind jetzt im vierten Jahr Trainer beim Holzwickeder SC - das mit großem Erfolg - wie jeder Experte weiß. Wird es Axel Schmeing auch in der Spielzeit 2020/2021 als Trainer des Holzwickeder SC geben?

Darüber ist bislang noch keine Entscheidung gefallen. Entsprechende Gespräche sollen aber in den nächsten Tagen - also zeitnah - mit den Verantwortlichen des Holzwickeder SC geführt werden.

Holzwickeder SC: Platz fünf ist keine Garantie für Klassenerhalt

Sebastian Hahne ist mit bisher neun Treffern bester Torschütze des HSC. © Neumann

Beim SC Wiedenbrück wurde zu Beginn dieser Woche deren Trainer Björn Mehnert entlassen, obwohl die Mannschaft aktuell Tabellenführer der Oberliga Westfalen ist. Wie bewerten Sie diese Maßnahme der Verantwortlichen in Ostwestfalen?

Diese Maßnahme ist für den Außenstehenden natürlich nur schwer nachzuvollziehen. Allerdings kenne ich Internas nicht, die zur Entlassung von Björn Mehnert geführt haben. Auf jeden Fall ist für mich zumindest der Zeitpunkt seiner Beurlaubung sehr unglücklich gewählt, das hätte man auch direkt nach Ende der Hinrunde machen können.

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Wo wir gerade beim Tabellenführer sind: Neben dem SC Wiedenbrück streiten sich mit dem RSV Meinerzhagen und Rot-Weiß Ahlen gleich drei Teams um die beiden Aufstiegsplätze in die Regionalliga. Wen sehen Sie da als Favoriten?

Wenn alles normal verläuft, dann ist für mich der RSV Meinerzhagen aufgrund der Kaderbreite und dessen Qualität der Topfavorit für den Aufstieg in die Regionalliga. Wer den zweiten Aufstiegsplatz schafft, das ist eine schwere Frage. Ich schätze Rot-Weiß Ahlen auf jeden Fall sehr stark ein.

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