Mit sechs Siegen in Serie war RW Ahlen in die Partie gegen den HSC gegangen - und der Holzwickeder SC ärgerte den großen Favoriten gehörig.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 01.12.2019, 19:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga: RW Ahlen - Holzwickeder SC 1:2 (0:1).

Mit einem Paukenschlag begann die Partie im Wersestadion: Die Partie war gerade einmal eine Minute alt, da ließ Holzwickedes Marcel Reichwein an alter Wirkungsstätte mit einem fulminanten Distanzschuss das Lattenkreuz des Ahlener Gehäuses beben. Deren Keeper Bernd Schipmann wäre da ohne Chance gewesen. Der Auftakt zu einem jederzeit unterhaltsamen Spiel. Für die Hausherren, die bis dahin auf Platz zwei der Oberliga Westfalen rangierten, wohl so etwas wie der Weckruf. Ernsthaft in Gefahr geriet der Kasten der Gäste allerdings erstmals in der 22. Minute: Nach einer scharfen Rechtsflanke stand Ahlens Enes Güney völlig frei vor HSC-Keeper Malte Hegemann, der diese Möglichkeit mit einer tollen Reaktion zunichte machte. Der Gast aus Holzwickede versteckte sich indes nicht, setzte immer wieder Nadelstiche. Glück hatten die Schmeing-Mannen dann aber auch einmal richtig, als Guiliano Nieddu mit einem „Pfund“ die Unterkante der Latte des Gästetores anvisierte. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel belohnten sich die Gäste dann aber doch für ihr gutes Spiel: Einen Schuss von Robin Rosowski konnte der RWA-Keeper noch abwehren. Der Abpraller landet über Sebastian Hahne bei Marcel Reichwein, der die Kugel aus kurzer Distanz im Ahlener Tor unterbrachte.

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Mit einer anständigen Portion Wut im Bauch kam der ehemaligen Zweitligist nach dem Pausentee aus der Kabine. Die Folge war nun eine deutliche Feldüberlegenheit der Elf von Christian Britscho. Dennoch: Die Deckung der Blau-/Grünen stand weiterhin gut. Zudem arbeitete die Offensivabteilung des HSC nach hinten gut mit, sodass sich klare Torchancen für RW Ahlen auf ein Minimum reduzierte.

Gut 20 Minuten vor Spielende roch es sogar nach dem zweiten Gästetreffer, doch der Schuss von Marcel Reichwein zischte hauchdünn am RWA-Tor vorbei. Nach einem unnötigen Foulspiel von Tomislav Ivancic im HSC-Strafraum zeigte Schiedsrichter Florian Exner auf den ominösen Punkt. Timon Schmitz ließ sich diese Möglichkeit nicht entgegen - 1:1 also.

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Die Rot-Weißen stürmten nun mit Mann und Maus, offenbarten dabei aber auch eklatante Schwächen im Abwehrbereich. So scheiterte Sebastian Hahne (77.) als Folge aus spitzem Winkel am Ahlener Keeper, wo ein Rückpass vielleicht angebrachter gewesen wäre. Elf Minute später machte es Hahne dann besser: Da nämlich setzte er sich mit einem tollen Solo durch und ließ dem RWA-Zerberus mit einem platzierten Schuss keine Chance. Zum Schluss wurde es dann noch einmal turbulent, auch weil der Referee sechs Minuten nachspielen ließ. Mit etwas Glück und Malte Hegemann überstand der Gast von der Emscher aber auch diese Phase schadlos. wh

RWA: Schipmann - Lindner, Eickhoff, Güney (74. Yerli), Schmnidt (70. Budak), Höveler, Mai (56. Zengin), Schmitz, Nieddu, Steinfeldt (63. Onucka), Schurig

HSC: Hegemann - Müller (72. Gohr), Reichwein (76.) Lambertz), Rosowski, Ivancic (90. Yarhdi), Mihajlovic Richter (68. Berghorst), Hahne, Hoppe, Kljajic, Uedickoven

Tore: 0:1 (42.) Reichwein, 1:1 (77.) Schmitz (Foulelfmeter), 1:2 (88.) Hahne

Schiedrichte:: Florian Exner, Beelen

Zuschauer: 424

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