Holzwickeder SC hofft auf mehr Zuschauer

dzFußball-Oberliga

95.000 Zuschauer besuchten in der abgelaufenen Saison die Spiele der Fußball-Oberliga. Aufsteiger Holzwickeder SC hofft nun auf mehr Fans im Stadion - und auf den Klassenerhalt.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 13.07.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wird am Saisonende der Spielzeit 2018/2019 auf jeden Fall zwei Absteiger aus der Oberliga geben. Das ändert sich aber, wenn aus der übergeordneten Regionalliga West mehr als zwei westfälische Teams absteigen.“ Darauf wies Reinhold Spohn (Herne) in seiner Eigenschaft als Staffelleiter dieser Klasse hin. „Sollte sich die Zahl dieser Absteiger aus der Regionalliga vergrößern, ändert sich diese Zahl natürlich auch in der Oberliga Westfalen entsprechend“, sagte der Liga-Boss, der zugleich auch erster Vorsitzender des Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) ist.

Spohn hatte am Donnerstagabend zum Staffeltag nach Lippstadt geladen. Und alle 18 Clubs, die in der kommenden Spielzeit dieser Klasse angehören, waren in der Lounge des Ausrichters SV Lippstadt durch Delegationen vertreten. Für den Holzwickeder SC, deren sportliche Heimat in der kommenden Saison eben diese Liga ist, hatten sich Geschäftsführer Günter Schütte und dessen Stellvertreter Heinz-Jürgen Kayser auf den Weg in die Stadt an der Lippe gemacht. Da die Oberliga für den HSC nach dem Aufstieg aus der Westfalenliga so etwas wie Neuland ist, galt es für die beiden Vereins-Vertreter, die Fakten und und Zahlen, die auf den Tisch kamen, zur Kenntnis zu nehmen. Einfluss auf die Geschehnisse der Spielzeit 2017/2018 konnten die Holzwickeder, da Klassenneuling, ohnehin nicht nehmen.

Freuen können sich die Holzwickeder aber jetzt schon - rein statistisch gesehen - auf einen deutlich größeren Zuschauerzuspruch. Denn: Rund 95.000 Fans besuchten die Spiele der abgelaufenen Saison 2017/2018 in der Oberliga. Ein Jahr davor waren es noch 82.000.

SV Lippstadt Meister

„Wir haben bis zum Schluss ein spannendes Rennen um die Meisterschaft in dieser Liga erlebt. Der SV Lippstadt ist bei Punktgleichheit mit dem 1. FC Kaan-Marienborn dank des besseren Torverhältnis Meister geworden. Ich möchte Sie in der übernächsten Saison nicht bei uns in der Oberliga wiedersehen“, gab Spohn Lippstadts Vorsitzenden, Thilo Altmann, als gut gemeinten Rat mit auf den Weg in die Regionalliga West. In der werden die Lippstädter nämlich in der kommenden Saison spielen. Aufgestiegen ist als Tabellenzweiter bekanntlich auch der 1. FC Kaan-Marienborn.

Dafür sind mit den Regionalliga-Absteigern TuS Erndtebrück und Westfalia Rhynern nach einjähriger Odyssee zwei alte Bekannte in den Schoß der Oberliga zurückgekehrt: „Wir sind wieder da“, meinte Willi Lütkhoff als Vertreter von Westfalia Rhynern bei der Vorstellung seines Clubs unter dem Gelächter der Anwesenden.

32 Spielausfälle

Eine leichte Steigerung registrierte Spohn bei der Anzahl an Roten Karten, welche die Unparteiischen 27 Mal (Vorjahr 23) zückten. Gelb/Rot sahen 31 Akteure, gegenüber 33 in 2016/2017. Deutlich zurückgegangen sind dagegen die Gelben Karten. Statt 1234 sahen dieses Mal „nur“ 1042 Spieler den Gelben Karton. „Insgesamt 32 Spielausfälle hatten wir in der abgelaufenen Spielzeit zu verzeichnen“, gab Spohn bekannt.

Zufrieden zeigte sich auch Georg Schierholz, Vorsitzender der Verbands-Spruchkammer (VSK): „Die sportliche Situation ist in der Oberliga hervorragend. Die Akteure sind respektvoll miteinander umgegangen, sodass wir nicht wegen eines Spielers eingreifen mussten. Insgesamt hatten wir 13 Verfahren, wovon wir elf auf dem kleinen Dienstweg - also schriftlich - erledigt haben. Bei den beiden anderen Verfahren, die mündlich verhandelt wurden, ging es einmal um einen Einspruch des ASC Dortmund gegen die Spielwertung der Partie gegen Schalke 04 II. Beim zweiten Fall ging es um das Fehlverhalten einiger Zuschauer beim Spiel des SV Lippstadt gegen die Hammer Spielvereinigung“, sagte Schierholz.

Fairer FC Brünninghausen

Als fairstes Team in der abgelaufenen Oberliga-Spielzeit erwies sich der FC Brünninghausen. „Ich bedanke mich bei Ihnen für die gute Zusammenarbeit, die mir viel Spaß bereitet hat“, beendete Reinhold Sohn den Staffeltag. Der gehörte nach rund einer Stunde bereits der Vergangenheit an.

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