Die Sonne strahlt über der Reitanlage am Schmerhöfeler Weg. Pferd und Reiter sind die Anstrengungen anzumerken. Einige bleiben dem Nordbögger Turnier sogar fern - trotz Anmeldung.

Kreis Unna

, 26.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Um kurz nach 10 Uhr zeigt das Thermometer bereits 30 Grad an. Auf dem Springplatz des RFV Nordbögge-Lerche herrscht aber schon Betrieb, das L-Springen für fünfjährige Pferde steht auf dem Plan. Pferde und Reiter stellen sich tapfer der Herausforderung. Eine der ersten heimischen Siegerinnen an diesem Tag ist Elena Böckmann vom RV „Fritz Sümmermann“ Fröndenberg, die auf „Velvet Moon“ ihre Siegerschärpe und den Blumenstrauß entgegennimmt und nach der Siegerrunde gleich wieder zum Pferdeanhänger aufbricht. Abkühlung wird gesucht - fürs Pferd und die Reiterin.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Reitturnier Nordbögge-Lerche

26.07.2019
/
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier RFV Nordbögge-Lerche Elena Böckmann© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche Kati Hilbk-Kortenbusch und Lisa Kissing (re.)© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann
Reitturnier Nordbögge-Lerche© Thorsten Teimann

Andere wiederum starten erst gar nicht in Nordbögge-Lerche. „Tja, das kommt immer wieder vor. Schon im vergangenen heißen Sommer haben wir das gemerkt“, muss Lisa Kissing vom RFV Norbögge feststellen. Für die Springpferdeprüfung der Klasse A am Freitagmorgen um 7 Uhr gab es 43 Nennungen, gestartet sind am Ende aber nur 21 Reiter. „Das kann ich ja auch auf der einen Seite wegen der Hitze verstehen. Schade ist es am Ende für den Turnierablauf, weil es dann zwischendurch immer mal wieder einen Leerlauf gibt und nicht viel auf dem Platz passiert“, erklärt sie.

Hitze setzt in Nordbögge den Reitern und Pferden zu

Geschäftsführerin Kati Hilbk-Kortenbusch und Lisa Kissing (re.) vom RFV Nordbögge-Lerche warten auf die nächste Siegeehrung. © Thorsten Teimann

Dass das Turnier in der Ferienzeit liege, sei übrigens weniger ein Problem. „Es fahren nicht alle in den Urlaub, einige der jüngeren Helfer haben auf der anderen Seite schon morgens Zeit. Es hat Vor- und Nachteile.“

Jetzt lesen

Es habe auch schon einmal innerhalb des Vereins Überlegungen gegeben, dass Turnier terminlich zu verlegen. Lisa Kissing dazu: „Das hängt aber nicht unbedingt mit der Hitze zusammen als vielmehr mit unseren Helfern, die schon drei Wochen vor dem Turnier im Einsatz sind. Die Mehrzahl arbeitet in der Landwirtschaft und unser Turnier liegt eben auch in der Erntezeit.“ Um ein Reitturnier zu verlegen bedarf es auf regionaler Ebene zudem eine Abstimmung mit dem Kreisreiterverband. „Wir haben aber noch gar nichts entschieden“, bestückt die 26-Jährige schon wieder den Korb mit neuen Siegerschärpen, die sie den ganzen Tag über nach den Prüfungen zusammen mit Geschäftsführerin Kati Hilbk-Kortenbusch an die Sieger und Platzierten weiterreicht.

Hitze setzt in Nordbögge den Reitern und Pferden zu

© Thorsten Teimann

Aus der Ferne beobachten das die beiden Rettungssanitäter Henrike Langwald und Thomas Beckert, die es sich unter einem Sonnenschirm vor dem neuen Rettungswagen des DRK-Ortsvereins Bönen bequem gemacht haben. Beide wissen, was auf sie an so einem Hitze-Wochenende zukommt. „Besucher und Pferde leiden gleichermaßen unter den Temperaturen“, sagt Beckert. „Meist sind es Kreislaufbeschwerden, die zu behandeln sind. Vor allem die älteren Zuschauer trinken meist zu wenig, wobei das halt ganz wichtig ist“, sagt er und sieht gleich den ersten Sturz einer Reiterin auf dem Sprungplatz. Glück gehabt, nix passiert. „Wenn die Pferde den Sprung verweigern, kommt es meist zu den Stürzen, bei denen wir eingreifen müssen. Umgeknickt, Hand geprellt - das gehört dann dazu.“ Selbst ein Pferd musste er schon „verarzten“: „Da reichte aber ein Kühlpad. Vor Ort ist bei Turnieren ja auch immer ein Veterinär.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt