Neue Corona-Teststelle vertreibt Königsborner SV: Heimspiele gibt´s nicht mehr

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Der Kreis Unna braucht die „alte“ Kreissporthalle in Unna für ein Corona-Testzentrum. Vor allem die KSV-Handballerinnen, sportlich in der 3. Liga aktiv, sind davon wenig begeistert.

von Harald Jansen

Unna, Königsborn

, 14.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die „alte“ Kreissporthalle 1 an der Platanenallee ist die sportliche Heimat der Königsborner Handballer und auch der KSV-Volleyballer. Dort soll nach Angaben der Sportvereine eine Corona-Teststelle eingerichtet werden. Für beide Abteilungen bedeutet dies, dass sowohl Trainings- als auch Spielbetrieb ab dem 31. August in anderen Hallen der Stadt Unna stattfinden müssen.

„Man hat nicht damit gerechnet, doch die Sache ist nun nicht zu ändern. Die Zusammenarbeit mit Markus Kampmann vom Sportamt Unna und mit Holger Gutzeit vom Kreis Unna war sehr gut. Die Trainingszeiten bleiben wie vorher und können fast komplett in der neuen Kreissporthalle 2 durchgeführt werden. Auch der Spielbetrieb bis auf die erste und zweite Damenmannschaft wird dann dort stattfinden“, sagte Bernd Kuropka, der Vorsitzende der KSV-Handballer, zu diesem Thema.

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Da in dieser neuen Halle keine Tribüne existiert und absolutes Harzverbot gilt, werden die Heimspiele der Königsborner Drittliga- und Verbandsligadamen in der benachbarten Hellwegsporthalle durchgeführt. Nähere Angaben über die Corona-Teststelle, etwa wann sie eröffnet wird und für welchen Personenkreis sie bestimmt ist, waren am Freitagmorgen zunächst nicht bekannt.

Bernd Kuropka sucht nach Lösungen.

Bernd Kuropka sucht nach Lösungen. © ksv

Da in der vom DHB geführten 3. Liga das „Harzen“ vorgegeben ist, kann die Erste des KSV in der neuen Halle nur ohne Nutzung von Fingerharz trainieren, was im Ligabetrieb ein deutlicher Nachteil ist. „Ich habe Max Resch von der SG Unna angeschrieben und einen Trainingstausch vorgeschlagen. So könnten wir in der Barlachhalle wenigstens einmal pro Woche mit Harz trainieren“, ergänzt Kuropka und hofft auf Solidarität unter den Unnaer Handballern.

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Die KSV-Volleyballer, die bisher fast komplett in der benachbarten Sporthalle der Hansa-Berufsschule ihren Trainings- und Spielbetrieb durchführten, werden die Einheiten, die bisher in der „alten“ Kreissporthalle stattfanden, nun auch in der Hansa- oder auch in der neuen Kreissporthalle durchführen. „Das ist natürlich schon eine Katastrophe. Doch Herr Kampmann von der Stadt hat sich voll hereingehangen und alles was möglich ist, geregelt“, bemerkte Dietmar Stolte, Kassierer der Königsborner Volleyballer.

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Der Kontakt zwischen Hand- und Volleyballern ist dabei vorhanden, sodass dort auch noch andere Möglichkeiten denkbar wären. „Für wie lange dieser Zustand anhält, ist momentan natürlich noch nicht absehbar“, so nochmal der Vorsitzende der KSV-Handballer. Für die Hellweghalle und die „neue“ Kreissporthalle müssen nun als nächstes Hygienekonzepte erstellt werden. Bisher gab es dies nur für die „alte“ Kreissporthalle.

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