Handballverband Westfalen: Geschenkte Aufstiege wird es nicht geben

dzHandball

Auf einem virtuellen Staffeltag stellt der westfälische Verband verschiedene Möglichkeiten vor, wie es mit der Saison weitergehen könnte. Klar ist, dass nichts klar ist.

Westfalen

, 19.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie soll es mit der Saison 20/21 weitergehen? Diese Frage stellte der Handballverband Westfalen (HVW) den Vereinen seines Zuständigkeitsbereichs, also denen von der Landes- bis zur Oberliga, bei einem außerordentlichen Staffeltag, der per Videokonferenz durchgeführt wurde.

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„Konkret konnten wir dabei natürlich nichts beschließen, weil niemand weiß, wie sich die Pandemie entwickelt. Wir wollten aber die Meinung der Basis einholen und haben die weitere Vorgehensweise besprochen“, berichtet Bernd Kuropka, im HVW für die Spieltechnik zuständig.

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Beschlossen ist bereits, dass in diesem Jahr nichts mehr läuft, die Sporthallen sind wegen des Coronavirus geschlossen. „Zur Zeit gehen wir noch davon aus, dass wir Anfang Januar wieder anfangen können zu trainieren. Klappt das, würde der Spielbetrieb Ende Januar wieder aufgenommen werden. Ob das jedoch realistisch ist, wird sich zeigen“, sagt Kuropka.

Der Zeitdruck in der Oberliga ist nicht ganz so groß wie in der Landes- und Verbandsliga. Die höchste westfälische Liga wurde nämlich in zwei Gruppen mit acht Mannschaften aufgeteilt. Die geplante Doppelrunde endet am 20. Februar, anschließend folgt eine Auf- und Abstiegsrunde, die der verbleibenden Zeit bis zu den Sommerferien angepasst werden könnte. In den beiden anderen Ligen endet die „normale“ Doppelrunde am 16. Mai. Etwas Luft bliebe auch dort, ob sie ausreicht, ist eher fraglich.

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„Falls sich abzeichnet, dass für eine komplette Rückrunde nicht genügend Zeit bleibt, könnten wir nach der Hinserie mit einer Play-Down sowie Play-Off weitermachen. Fest steht auf jeden Fall, dass es geschenkte Aufstiege, wie in der vergangenen Saison, dieses Mal nicht geben wird. Sonst würden die Kreise ja noch mehr ausbluten“, stellt Kuropka klar. Ein kompletter Abbruch der Spielzeit sei indes aktuell noch kein Thema. Wohl auch für die deutliche Mehrheit der Vereine nicht, denn die zeigten sich auf dem virtuellen Staffeltag recht zuversichtlich, dass es weiter geht.

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Am ersten Staffeltag nahmen die Herrenteams des HVW teil, am Donnerstag folgen die Damen. „Doch dort wird es sicher auch keine anderen Erkenntnisse geben“, glaubt Kuropka. „Sollten Vereine aber eine Idee haben, wie die Saison beendet werden kann, sollten die gerne sich bei uns melden.“

Im Dezember soll es weitere Staffeltage geben. „Vielleicht wissen wir dann schon mehr“, sagt Kuropka.

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