Ingo Wagner hört nach zwölf Jahren als Trainer von TuRa Bergkamen auf

dzHandball

Ingo Wagner hat das Frauenhandballteam des HC TuRa Bergkamen von der Kreis- bis in die Oberliga geführt. Nach zwölf erfolgreichen Jahren übergibt er das Kommando an einen anderen Trainer.

Bergkamen

, 18.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwölf Jahre hat Ingo Wagner die Handballdamen des HC TuRa Bergkamen trainiert und zum Ende der Spielzeit sollte auch Schluss sein. Doch solch einen Abschluss hatte sich Wagner dann doch nicht vorgestellt.

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Die Corona-Krise bremste den TuRa-Coach aus und seine Oberligadamen mussten Anfang März bei acht noch offenen Partien den Spielbetrieb einstellen. So wurde es ein achter Platz für Wagners Team zum Abschluss. Neuer Trainer der TuRa-Damen wird in der neuen Saison Jörg „Jonny“ Rode.

In den zwölf Jahren seiner Tätigkeit hat Wagner mit seinen Damen viel erlebt. Die letzten sechs Jahre spielten die HCT-Ladies in der Oberliga und der Aufstieg dahin war ein Höhepunkt als Trainer für den 46-jährigen ehemaligen Handballtorwart.

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Zudem gelang ihm mit seinem Team zweimal die Qualifikation für die erste Hauptrunde im DHB-Pokal und viermal wurde der Kreispokal gewonnen. Auch die Oberligaderbys gegen den Dauerrivalen Königsborner SV bleiben für Wagner positiv in Erinnerung, hatte er doch zumeist mit seinen Mädels die Nase vorn.

Unsere Sportredaktion sprach mit dem scheidenden TuRa-Coach, der in seinem Stammverein aber weiterhin das Amt des sportlichen Leiters ausübt.

Herr Wagner, die Handballsaison wurde aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Für Sie besonders ärgerlich, da damit auch Ihre Zeit als Trainer der Oberligadamen abrupt endete. Wie ist Ihr Kommentar zum Saisonabbruch ?

Das ist natürlich schon etwas schade. Wir hätten gerne bis zum Schluss gespielt, können es aber nicht ändern. Doch die Entscheidung ist richtig und dass es keine Absteiger gibt, ist gerecht. Recklinghausen ist der verdiente Aufsteiger in der Oberliga.

Ingo Wagner war stets engagiert dabei.

Ingo Wagner war stets engagiert dabei. © Palschinski

Wie fällt Ihr Rückblick auf die abgebrochene Spielzeit aus ?

Für uns war es eher durchwachsen. Wir hatten eine gute Vorbereitung und einen guten Saisonstart. Doch Verletzungen und berufliche Gründe haben uns nachher viele Punkte gekostet. Wir konnten kaum noch komplett trainieren. So fehlte uns verletzungsbedingt Romina Jackenkrol, die nicht zu ersetzen war. Und durch Schichtdienste war auch Außenspielerin Phyllis Holz öfter nicht dabei.

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Wer hat von Ihren Spielerinnen einen richtigen Sprung nach vorne gemacht ?

Denise Heinrich kam aus der Landesliga und hat das besonders in den letzten Spielen ganz ordentlich gemacht. Denise bringt alle Voraussetzungen mit und hat den Unterschied von zwei Ligen gut gemeistert. Und auch Torhüterin Ira Schöße, die ja ebenfalls vom TV Werne kam, hat gute Spiele gemacht. Es fehlte noch etwas die Konstanz, doch das ist in diesem Alter normal. Alessia Mariotti hat zusammen mit Silja Mende-Kamps die Aufgabe am Kreis sehr ordentlich gemacht.

Wie geht es nun für Sie persönlich weiter ?

Ich bleibe ja weiterhin sportlicher Leiter beim HC TuRa. Als Trainer habe ich die weibliche A-Jugend des ASV Hamm Westfalen übernommen. Wir hatten auch schon erste Einheiten, doch durch Corona ruht natürlich auch hier der Betrieb.

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