Der Fußballverband Westfalen warnt im Vorfeld: Gibt es am Wochenende auf den Sportplätzen der Amateure den türkischen Militärgruß, hat das drastische Konsequenzen.

Kreis Unna

, 16.10.2019, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach dem Militärgruß der türkischen Nationalspieler gab es auch im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) Nachahmer dieser Geste. Deshalb weist der FLVW ausdrücklich darauf hin, dass so ein Verhalten auch auf westfälischen Plätzen nicht zu tolerieren ist.

Dieses Verhalten entspreche in keiner Weise den Werten und Grundsätzen des Verbandes, denen er sich im § 4 der Verbandssatzung und im auf dem Verbandstag 2019 verabschiedeten Ethik-Codex verschrieben hat.

„Der Fußball lässt sich weder für Provokation noch für Diskriminierung missbrauchen“, stellte der für den Amateurfußball zuständige Vizepräsident Manfred Schnieders am Abend stellvertretend für das gesamte Präsidium klar. Andree Kruphölter, im Präsidium für Rechtsfragen zuständig und Fairplay-Beauftragter, kündigte sportstrafrechtliche Verfahren wegen unsportlichen Verhaltens vor dem Verbandssportgericht an. „Wir haben eine ganz klare Linie, die besagt: Null-Toleranz für solches Gebaren“, so Kruphölter, der sich damit dem Vorgehen der anderen Landesverbände anschließt.

Riza Öztürk, Integrationsbeauftragter des FLVW: „Wir können und müssen Strafen aussprechen, um zu signalisieren, dass wir so etwas nicht dulden. Gleichzeitig suchen wir den Dialog mit den Vereinen.“

Am Wochenende musste im Fußballkreis Herne die Partie des FC Castrop-Rauxel gegen RTW Herne abgebrochen werden, nachdem der Schiedsrichterassistent geschlagen wurde. Türkische Akteure aus Herne hatten bereits zuvor mit dem Militär-Salut die Stimmung aufgeheizt.

Lesen Sie jetzt
Meistgelesen