Fußballerin springt Kniescheibe heraus: „Ich wurde wegen der Schmerzen sofort narkotisiert“

dzFußball

Da rückt ein Ergebnis in den Hintergrund. Anna Pries, Fußballerin des Landesligisten BSV Heeren, ist außer Gefecht gesetzt - ihr Bein verdrehte sich und die Kniescheibe sprang heraus.

von Jan Luca Grüneberg

Heeren-Werve

, 29.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Wochen ist es jetzt her, dass sich BSV-Spielerin Anna Pries im Match gegen die SG Albaum/Heinsberg schwer verletzte. Bei einer Aktion vor dem Tor wollte sich die Akteurin der Blau-Gelben um die eigene Achse drehen und blieb dabei im Rasen stecken. Ihr Bein verdrehte sich, die Kniescheibe sprang heraus.

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„Allmählich geht es mir besser. Natürlich saß der Schock am Anfang noch tief, doch mittlerweile geht es langsam wieder bergauf“, beschreibt Pries ihre derzeitige Lage.

Dass der Schock noch nicht ganz verdaut ist, ist durchaus verständlich. Neben der 45-Minütigen Spielunterbrechung wurde Anna Pries noch auf dem Platz von den behandelnden Ärzten aufgrund der Schmerzen narkotisiert, bevor diese dann die Kniescheibe an ihren ursprünglichen Platz zurückbeförderten.

„Ich wollte nur möglichst schnell wieder nach Hause.“
Anna Pries, BSV Heeren

„Ich wurde dann in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Eigentlich wollten mich die Ärzte auch noch eine Nacht da behalten, doch ich wollte nur möglichst schnell wieder nach Hause.“

Eine starre Schiene um das Kniegelenk gibt Anna Pries aktuell halt.

Eine starre Schiene um das Kniegelenk gibt Anna Pries aktuell halt. © Grüneberg

Nun muss der BSV mindestens sechs Wochen lang auf Pries verzichten. Denn neben der herausgesprungenen Kniescheibe ist auch ein Band im Kniegelenk gerissen. Die Spielerin trägt nun eine starre Schiene, um das Bein ruhig zu halten. Nach den sechs Wochen geht es mit einer physiotherapeutischen Behandlung weiter.

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Doch dass sie die nächsten Woche erst einmal zuhause verbringen muss, ist für Anna Pries ein herber Rückschlag: „Der Sport und der Fußball fehlen mir natürlich sehr. Ich bin auch in meiner Freizeit ein sehr sportlicher Mensch, ich fahre Rennrad und gehe oft joggen. Deswegen bin ich über die Verletzung schon traurig. Sport bedeutet für mich, frei zu sein.“

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