Fußball: Stadt Kamen macht den heimischen Teams Strich durch die Rechnung

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Der FLVW hat mitgeteilt, dass die Amateurkicker in Testspielen beliebig oft auswechseln dürfen. Die Stadt Kamen sieht das allerdings anders.

Kamen

, 22.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Kamen macht den Fußballern einen Strich durch die Rechnung. Der Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) hatte durch seinen Vize-Präsidenten Manfred Schnieders erklären lassen, dass die Mannschaften bei den laufenden Testspielen beliebig viele Spielerinnen oder Spieler einsetzen können. Die durch die seit dem 15. Juli geltende neue Coronaschutzverordnung, die eine Höchstzahl von 30 Personen, die im Freien Kontaktsport ausüben dürfen, würde dadurch nicht verletzt.

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Diese Ansicht vertritt die Sportverwaltung der Stadt Kamen nicht. „Aus unserer Sicht widerspricht diese Regelung der aktuellen Möglichkeit des Kontaktsports von 30 Personen. Gerade im Hinblick auf die Freundschaftsspiele könnten in der Theorie beide Mannschaften ein Wechselkontingent von elf Spielern vereinbaren, sodass pro Mannschaft 22 Spieler zum Einsatz kommen könnten. Durch diese Auswechslungen - die meistens nach und nach erfolgen - würde dann eine Durchmischung von 44 Personen erfolgen (ohne Trainer und Betreuer). Als zuständige Ordnungsbehörde bitte ich deswegen um Einhaltung des eingereichten Konzepts für Freundschaftsspiele mit bis zu 30 aktiven Sportlern (inkl. Auswechselspieler). Bitte unterrichtet eure Gastmannschaften darüber, bevor sie anreisen. Sobald eine weitere Lockerung erfolgen kann, werden wir die Vereine in Kenntnis setzen.“ So der Wortlauf der Mitteilung, die die Kamener Vereine von der Stadt erhalten haben.

Andreas Conradi hatte auf mehr Auswechslungen gehofft.

Andreas Conradi hatte auf mehr Auswechslungen gehofft. © VFL

Der FLVW ist dagegen der Ansicht: „Die ‚30‘ bezieht sich auf die Personen, die aktiv am Spiel auf dem Platz beteiligt sind. Bei einer Auswechslung ändert sich die Anzahl der Personen auf dem Spielfeld logischerweise nicht.“

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Und was sagen die Vereine dazu? „Wir halten uns grundsätzlich an das, was uns die Stadt Kamen vorgibt. Damit sind wir bisher ganz gut gefahren, auch wenn wir natürlich gern mehr gewechselt hätten“, sagt Ulrich Eckei, Vorsitzender des BSV Heeren. „Wir spielen auf städtischem Gelände und so müssen wir uns an das halten, was die Stadt sagt. Man kann sich darüber streiten, ob die Regelung so gut ist oder nicht“, erklärt Bernd Schimanski, Geschäftsführer des Kamener SC.

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„Es ist natürlich nicht gut, wenn man in den Testspielen nur 15 Akteure des 25-köpfigen Kaders einsetzen kann. Die Kamener Vereine haben aber ein gemeinsames Hygienekonzept erarbeitet und dies der Stadt vorgelegt. Das werden wir natürlich befolgen“, sagt Thomas Kock für den TSC Kamen. „Mit dieser Entscheidung müssen wir leben, auch wenn wir uns mehr Wechsel gewünscht hätten. Die Stadt hat das letzte Wort“, meint Andreas Conradi vom Vorstand des VfL Kamen.

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