Frust pur herrschte beim Tross des Holzwickeder SC nach der Partie beim SC Wiedenbrück. Frust deshalb, weil ein fragwürdiger Elfmeter die Partie zugunsten der Ostwestfalen kippen ließ.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 14.10.2019, 12:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es lief die 71. Spielminute im Jahn-Stadion, das bei einer 2:1-Führung für die Elf von Axel Schmeing. HSC-Keeper Muhammed hatte vor dem heranstürmenden Wiedenbrücker Xhuljo Tabaku deutlich sichtbar zur Ecke geklärt - hatte in der Folge Kontakt mit den SCW-Stürmer Xhuko Tabaku. Für den gut postierten Schiedsrichter Florian Visse Grund genug, auf den ominösen Punkt zu zeigen.

„Ich habe ganz klar den Ball gespielt“, beteuerte Muhammed Acil. „Ich habe versucht, über den Torwart zu springen, dabei hat er mich wohl leicht berührt“, so die Sichtweise des vermeintlich Gefoulten. Sei es drum: Die Ostwestfalen nutzten dieses Geschenk durch Schubert zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleichstor. Der Anfang vom Ende aller Hoffnungen beim HSC. Bereits zwei Minuten später, die Gäste hatten sich noch nicht von diesem Schock erholt, kam der Regionalliga-Absteiger durch Phil Beckhoff zur 3:2-Führung: Dass die Platzherren mit dem Schlusspfiff dann sogar durch David Hüsing noch zum 4:2 kamen, hatte letztlich nur noch statistischen Wert.

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SC Wiedenbrück - Holzwickeder SC 4:2

In der Oberliga Westfalen verlor der Holzwickeder SC sein Auswärtsspiel beim SC Wiedenbrück mit 2:4.
13.10.2019
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SC Wiedenbrück - Holzwickeder SC 4:2© Hahn
SC Wiedenbrück - Holzwickeder SC 4:2© Hahn
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SC Wiedenbrück - Holzwickeder SC 4:2© hahn
SC Wiedenbrück - Holzwickeder SC 4:2© Hahn
SC Wiedenbrück - Holzwickeder SC 4:2© Hahn
SC Wiedenbrück - Holzwickeder SC 4:2© Hahn

Ärgerlich aus Holzwickeder Sicht, denn bis zu dem fragwürdigen Strafstoß war der Gast dem Tabellenprimus jederzeit ebenbürtig, hatte zu Spielbeginn sogar zwei gute Möglichkeiten, als zunächst Marcel Reichwein, dessen SCW-Keeper Marcel Hölscher nur mit Mühe unter Kontrolle bekam und dem Kopfball von Aldin Kljajic, der nur knapp am Tor der Platzherren vorbeiflog, viel Fortune. Glück hatten die Blau/Grünen allerdings auch, weil der Kopfball von David Hüsing über den HSC-Kasten strich. Die Elf von Björn Mehnert benötigte danach schon einen Freistoß (22.) von Simon Schubert, bei dem Muhammed Acil nicht gut aussah, um zur 1:0-Führung zu kommen.

Trainer-Stimmen Björn Mehmert, Trainer des SC Wiedenbrück: „Der Holzwickeder SC war ein starker Gegner. Vor allem Sebastian Hahne war für mich der beste Mann auf dem Platz. Die Auswechselspieler in meinem Team haben heute den Ausschlag gegeben. Wir haben eine sehr junge Truppe, sieben Mann davon sind erst einmal 22 Jahre alt. Die müssen zum Teil noch viel lernen.“ Axel Schmeing, Coach des Holzwickeder SC: „Der SC Wiedenbrück hat verdient gewonnen. Es war ein sehr emotionales Spiel, in einer Partzie, die in der ersten Halbzeit von beiden Mannschaft sehr fahrig geführt worden ist. Dennoch Kompliment an meine Mannschaft. Wiedenbrück hat auf der Bank sehr viel Qualität, das hat man heute gesehen.“

Der Gast brauchte danach sechs Spielminuten, um die passende Antwort zu geben: Marcel Reichwein hatte Sebastian Hahne, mit dem die Deckung der Wiedenbrücker so ihre liebe Not und Mühe hatte, gut in Szene gesetzt, der zum verdienten 1:1-Ausgleich traf. Es sollte noch besser für die Elf von Axel Schmeing kommen. Es war noch keine Stunde gespielt, da zog Sebastian Hahne von der Strafraumgrenze einfach trocken ab und es hieß 1:2.

Die Platzherren warfen nun alles nach vorne, kamen natürlich auch zu einigen Möglichkeiten. Ob das letztlich ohne den besagten Strafstoß zum Sieg gereicht hätte, ist eine völlig andere Frage.

SCW: Hölscher - Duschke, Schubert, Geller (46. Omar), Ercan, Remmo (59. Tabaku), Beckhoff (88. Klantos), Zech, Demming, Hüsing, Pollmann (65. Maier)

HSC: M. Acil - Müller, Reichwein, Rosowski, Richter (55. Yardhi), Hahne, Hoppe, Janetzki (85. Ivancic), Kljajic (75. Lambertz), Gohr, Uedickoven (47. MiIhajlovic)

Tore: 1:0 (22.) Schubert, 1:1 (28.) Hahne, 1:2 (59.) Hahne, 2:2 (71.) Schubert (Foulelfmeter), 3:2 (73.) Beckhoff, 4:2 (90.) Hüsing

Schiedsrichter: Florian Visse

Zuschauer: 352

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