Die Verantwortlichen des FC TuRa Bergkamen sind sauer. Nach dem jüngsten Urteil zum Abbruchspiel gegen den TSC Hamm fühlt sich der Verein benachteiligt.

von Thorsten Teimann

Bergkamen

, 19.11.2018, 12:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Das war kein schönes Jahr für uns. Das ist alles irgendwie eine gefühlte Benachteiligung“, schüttelt Horst-Günter Siegmund vom FC TuRa Bergkamen mit dem Kopf und blickt gen Boden. „Erst wurden wir in die A (1) gesteckt und jetzt noch dieses Urteil vom Sportgericht. Wir fühlen uns nicht gut drauf.“

Vor allem der jüngste Spielabbruch gegen den TSC Hamm liegt dem Vorsitzenden der TuRa-Fußballer noch schwer im Magen. Umso verwunderter reagiert er dann schließlich auf das Urteil des Kreis-Sportgerichts, denn immerhin wurden gleich drei Bergkamener Akteure gesperrt: Hassan Kopar für zwei Wochen, Nils Rösener für sechs Wochen und Elyesa Dumanli für vier Wochen. „Dann zahlen wir ein Ordnungsgeld in Höhe von 50 Euro und der TSC Hamm von 25 Euro. Da wird uns ja auch noch die Täterrolle zugeschoben. Warum sollten wir ein Spiel abbrechen, wenn der Schiedsrichter beim Stande von 1:1 einen Elfmeter für uns gibt“, fragt sich der TuRa-Boss. „Wir provozieren doch keinen Spielabbruch.“

Schiedsrichter sei überfordert gewesen

Der Schiedsrichter sei in dieser Partie schlichtweg überfordert gewesen. „Der war an drei Stellen gleichzeitig. Er hat in der Nachspielzeit einen Elfer gegeben, eine Rote Karte gezeigt und will im Augenwinkel Tumulte an den Bänken gesehen haben.“

Die TuRa-Sperren für die drei Spieler seien zudem nicht verhältnismäßig. Siegmund erklärt seine Sicht: „Elysea Dumanli war in besagtem Spiel Zuschauer und geriet mit TSC-Anhängern aneinander. Er wurde für vier Wochen gesperrt und der TSC-Fan, der zuvor noch auf der Gäste-Bank saß, zahlt 100 Euro. Hassan Kopar erhält eine zweiwöchige Sperre, wenngleich weder im Spielbericht noch im Sonderbericht etwas von einem Platzverweis steht. Auch Jörg Röseners Sechs-Wochen-Sperre ist im Vergleich zu der achtwöchigen Sperre des TSC-Spielers völlig überzogen. Eine Verhältnismäßigkeit ist hier überhaupt nicht gegeben.“

Kein Einspruch

Die Bergkamener werden bewusst keinen Einspruch gegen das Urteil des Sportgerichts Unna/Hamm einlegen, weil die Zeit dränge. Bevor sich das Sportgericht wieder zusammensetzt, seien die ersten Spiele schon wieder ohne die gesperrten Akteure ausgetragen, denkt Siegmund. Eine öffentliche Stellungnahme zum Abbruch sei dem TuRa-Vorstand indes schon wichtig gewesen.

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