FC Overberge schlägt jugendlichen Weg ein

dzFußball

Der FC Overberge schlägt den jugendlichen Weg ein. Jetzt in der Bezirksliga - und andernfalls auch eine Etage tiefer.

Kreis Unna

, 09.10.2018, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Punkte aus neun Spielen sprechen schon eine deutliche Sprache. Der FC Overberge geht auch nach dem 3:3 gegen Schlusslicht TuS Hannibal definitiv schweren Zeiten entgegen. Das aber könnte das reinigende Gewitter zur richtigen Zeit sein. Neu-Trainer Burghard Bachmann setzt auf die Jugend. Das ist der neue Weg des FC - und den will der Club auch kontinuierlich weitergehen. „Wir Vertrauen Burghard voll und ganz. Er besitzt die nötige Kenntnis über die Jugend und baut die Spieler auch ein“, erklärte Vorsitzender Michael Puszcz am Spielfeldrand des Kellerduells. „Ich werde ihn ganz bestimmt nicht entlassen - auch wenn es am Ende der Saison nicht so klappt.“

Jetzt ist auch dem Letzten klar: Der FC Overberge setzt auf die eigene Jugend und will künftig sein eigenes Potenzial nutzen. Die B-Junioren qualifizierten sich zuletzt für die Bezirksliga (Anmerk. Red.: Der FCO lehnte schließlich aber die Teilnahme in der Liga ab.) und stehen nun als A-Jugend schon wieder an der Spitze der Kreisliga A. Mit dem ehemaligen Zweitligaspieler Volker Grahl (Arminia Bielefeld) werden die Junioren zudem von einem fachkundigen Coach betreut. Und auch hier gehört Burghard Bachmann ins Trainerteam. Es wäre nicht verwunderlich, wenn beide in ein, zwei Jahren gemeinsam die „jungen Wilden“ als erste Mannschaft des FC Overberge trainieren. Dafür würde der Verein zweifellos mit seiner Ersten auch in die Kreisliga A gehen.

„Wir schauen jetzt erstmal auf Dorstfeld“, blickt Bachmann indes von Woche zu Woche. Er weiß nur genau, dass die Junioren zunächst Erfahrung bei den körperlich robusteren Senioren sammeln müssen. Noch beträgt der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz „nur“ drei Zähler. Eben dort rangiert Dorstfeld.

Personell sah es nicht gut aus bei der Reserve des Holzwickeder SC. Gegen den FC Nordkirchen (1:4) fehlten Trainer Olaf Pannewig schlichtweg die Alternativen. Besserung ist aber in Sicht: Lukas Rauße und Faruk Ünal rücken am Sonntag im Spiel bei Viktoria Kirchderne wieder in den Kader. Neben Jan Hoppe (USA) fehlt aber weiterhin Heubel (Urlaub). Trainer Olaf Pannewig machte seinem jungen Team im Match gegen den FC Nordkirchen aber keinen Vorwurf. „Wir hätten nach der Pause ruhig weiterspielen sollen und wären gewiss noch zu unseren Chancen gekommen. Die jungen Spieler drängen immer nach vorne. Das ist ja eigentlich auch gut, wurde hier aber leider bestraft.“

In der Staffel (7) hat RW Unna endlich die Abstiegsplätze verlassen. Und mit dem 3:1 gegen den eigentlich favorisierten SV Westfalia aus Soest hatte so keiner gerechnet. Ein bestens aufgelegter Tim Delker (38.) sowie Max Kramer (54.) und Ferit Keskin (57.) drehten die Soester Führung in einen Sieg. Die Rot-Weißen standen von Beginn an tief in der eigenen Hälfte und machten die Räume eng. Die Gäste hatte es so schwer, nutzten obendrein ihre Chancen nicht. Nach dem Wechsel überraschte Unna dann und erwischte Soest quasi auf dem falschen Fuß. Soests Trainer Christian Klotz verstand die Welt nicht mehr: „Wir waren in der zweiten Halbzeit kopflos und haben bei zwei Standards schlichtweg gepennt.“ „Unser Plan ging auf“, erklärte Trainer Marc Schmitt hingegen. RW Unna sprang ans rettende Ufer und kann hier seinen Platz schon am Freitag zementieren. Allerdings erst um 20 Uhr tritt der Traditionsverein beim SV Geseke an, der drei Punkte hinter den Kreisstädtern auf einem Abstiegsrang steht. Ein Leichtathletik-Fest am Sonntag ist der Grund für die Verlegung.

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