FC Overberge hält am Neuaufbau fest

dzFußball

Der Abstand des Bezirksligisten zum rettenden Ufer wächst auf elf Punkte an. Die Reserve des Holzwickeder SC findet kein geeignetes Mittel gegen Bövinghausens Angriff.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 11.12.2018 / Lesedauer: 4 min

Alles andere als erfolgreich verlief das letzte Wochenende für die heimischen Bezirksligisten. Der FC Overberge verpasste in Lüdinghausen fast schon seine letzte Chance und auch der Holzwickeder SC II bezog zum Abschluss der ersten Serie mächtig Prügel. Rot-Weiß Unna spielt zwar noch einmal vor der Winterpause, wird aber in jedem Fall auf einem Abstiegsplatz den Jahreswechsel verbringen.

Die größten Hoffnungen auf den Turnaround hatte vor dem vergangenen Wochenende der FC Overberge. Mit fünf Punkten belegte der FCO vor dem Gastspiel in Lüdinghausen den letzten Tabellenrang und wollte mit einem Sieg beim Mitkonkurrenten wichtigen Boden gutmachen. Das Unterfangen ging aber mächtig in die Hose und mit 1:8 kam der FCO im Münsterland komplett unter die Räder. Lüdinghausen rettete sich mit dem „Dreier“ und nunmehr 16 Zählern ans rettende Ufer. Für Overberge beträgt der Rückstand bei 13 noch ausstehenden Spielen schon elf Punkte. „Wir wussten die ganze Zeit, dass es sehr schwer werden würde mit dieser jungen Truppe“, hatte Burghard Bachmann immer wieder betont. In Lüdinghausen aber hatte sich auch der Coach einiges ausgerechnet. Zunächst sah es auch ganz passabel aus, aber durch eigene Patzer brachte sich der FCO erneut um den Lohn. „Wir haben einfach viel zu viele Fehler gemacht und sind zu naiv zu Werke gegangen“, urteilte FCO-Akteur Sebastian Placzek. In der Winterpause gilt es nun für Overberge, neue Kräfte zu tanken und vielleicht noch den ein oder anderen erfahrenen Akteur in den Kader zu bekommen. „Dann schauen wir, was noch machbar ist. Generell lassen wir uns vom Neuaufbau aber nicht abbringen“, so Bachmann.

Nicht viel zu bestellen gab es am Wochenende auch nicht für den Holzwickeder SC II, der beim Tabellenführer in Bövinghausen mit 1:7 unterging. „Die haben vor allem in der Offensive eine enorme Qualität“, musste HSC-Coach Olaf Pannewig die Übermacht des Gegners neidlos anerkennen. „Wir haben dagegen überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Die Niederlage geht auch in der Höhe voll in Ordnung.“ In der Tat hatten die jungen Holzwickeder nicht viel gegenzuhalten gegen den Wirbel der Gastgeber. In der ersten halben Stunde fielen zwar noch keine Treffer, „aber schon da war es absehbar“, so Pannewig. Schon in der Pause beim Zwischenstand von 0:3 aus Holzwickeder Sicht war die Partie eigentlich durch. „Man hat gehofft, dass der Hausherr einige Gänge zurückschaltet“, so Pannewig. Das tat Bövinghausen aber erst nach dem Tor zum 6:0. Erst danach kam der HSC etwas besser zurecht und konnte durch Fabien Garando zumindest noch einen Treffer markieren. „Wir wollen uns die Bilanz aber durch das letzte Spiel nicht kaputtreden. Wir haben 26 Zähler auf dem Konto“, das ist schon gut, ist Pannewig weiter optimistisch gestimmt. In der Bezirksliga-Tabelle liegt der HSC II als Siebter im sicheren Fahrwasser.

RW Unna überwintert auf einem Abstiegsplatz

Noch eine Woche nachsitzen muss Rot-Weiß Unna in der Staffel 7. In der 17er-Liga steht am Sonntag noch eine weitere Partie an. Dann gibt der Tabellenachte aus Oestinghausen seine Visitenkarte im Sportzentrum Süd ab. Nach den jüngsten 0:4 gegen Drensteinfurt muss RWU hier den Hebel schnellstmöglich umlegen, um nicht noch tiefer in den Schlamassel zu rutschen. „Eigentlich wollten wir ja nicht auf einem Abstiegsrang in die Winterpause gehen“, hadert Coach Marc Schmitt. Genau das steht aber durch die Heimpleite gegen den Tabellendritten nun schon endgültig fest. Vier Zähler hat Unna als Tabellen-14. aktuell Rückstand aufs rettende Ufer, das zurzeit mit 16 Zählern vom SV Geseke besetzt wird. Gegen den SVD musste Schmitt seine Formation aufgrund der kurzfristigen Ausfälle von Christoph Maisinger und Keeper Fabio Liebner wenige Stunden vor dem Anpfiff nochmals umbauen.

FC Overberge hält am Neuaufbau fest

Kurz vor Spielbeginn sprachen sich die RWU-Kicker noch Mut zu. Die Partie gegen Drensteinfurt ging dennoch mit 0:4-Toren verloren. © Neumann

„Das nehme ich aber nicht als Entschuldigung, weil wir auch ohne die beiden eigentlich gut gespielt haben“, so Schmitt. Es haperte erneut an der Effektivität im Angriff, denn Chancen waren in Hülle und Fülle vorhanden. „An der Kaltschnäuzigkeit müssen wir arbeiten, dann können wir noch einen positiven Jahresabschluss schaffen“, so der Coach. Zumindest, was das Ergebnis gegen Oestinghausen angeht, ist dies auch sicher möglich.

Die IG Bönen wird als Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga in die Winterpause gehen. Zwar steht am kommenden Wochenende noch eine Begegnung beim SV Geseke an, doch der drei Punkte zurückliegende Sus Cappel hat spielfrei. Am Sonntag distanzierte der Tabellenführer dank eines 1:0 beim Vierten SV Westfalia Soest einen weiteren Konkurrenten. Neun Punkte liegt die IG nun vor den Soestern.

Torjägerliste der Bezirksliga (8):

16 Tore: Mateus Ajala Cardoniz, Sascha-Marc Reinholz (beide TuS Bövinghausen)

15 Tore:Dennis Gazioch (TuS Bövinghausen)

12 Tore: Daniel Krüger (FC Nordkirchen)

11 Tore: Tim Gebauer (Mengede 08/20), Sebastian Placzek (FC Overberge)

10 Tore:Marvin Schuster (BV Brambauer)

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