Fahrfehler und Schreckmoment dämpfen Noltes Weltcup-Hoffnungen

dzBobsport

Laura Nolte hat im ersten Selektionsrennen für den Bob-Weltcup in Winterberg „nur“ den vierten Rang belegt und musste dabei einen großen Schreckmoment überstehen.

von Dirk Berkemeyer

Unna

, 26.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf ihrer Heimbahn in Winterberg wollte Bobpilotin Laura Nolte aus Unna eigentlich zum ersten großen Wurf in Richtung Bob-Weltcup ansetzen. Das klappte allerdings nicht wirklich wunschgemäß. Im ersten Selektionsrennen musste sich die 21-Jährige mit dem undankbaren vierten Rang zufriedengeben.

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In einer wahnsinnig engen Qualifikation hatte Nolte nach zwei Läufen in einer Gesamtzeit von 1:55,78 Minuten genau 39 Hundertstel Sekunden Rückstand auf die Selektionssiegerin Mariama Jamanka (1:55,39 Minuten/BRC Thüringen). Auf dem zweiten Platz folgte Stephanie Schneider (1:55,41 / WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) vor Junioren-Weltmeisterin Kim Kalicki (1:55,55 / TuS Eintracht Wiesbaden).

Nolte selbst musste ihre Hoffnungen bereits direkt nach dem Start des ersten Laufes in „Kurve 0“ begraben, wo sie schon früh eine Bande tuschierte und den Bob damit fast zum Stehen brachte. Auf der „Gleiterbahn“ in Winterberg ein extremer Nachteil, denn ein Fehler im oberen Bereich kostet viel Geschwindigkeit, die sich nach unten hin immer extremer auf die Zeit auswirkt.

Laura Nolte aus Unna muss um ihren Startplatz im Weltcup bangen.

Laura Nolte aus Unna muss um ihren Startplatz im Weltcup bangen. © Berkemeyer

„Das war natürlich extrem ärgerlich, aber da haben wir uns den entscheidenden Rückstand eingefangen“, weiß auch die junge Pilotin. „Die Konkurrenz im deutschen Lager ist so bärenstark, da konnten wir nicht mehr aufholen.“

„Es ist noch nichts verloren und wir haben noch drei weitere Läufe um zu zeigen, was in uns steckt.“
Laura Nolte, BSC Winterberg

Auch der zweite Lauf verlief nicht völlig ohne Komplikationen. Beim Einsteigen in den Bob war Anschieberin Deborah Levi weggerutscht und wäre um ein Haar gar nicht in den Bob gekommen. Was folgte war ein harter Aufschlag mit dem Hinterkopf, der aber glimpflich und vor allem ohne Verletzung abging.

Wie schon in Durchgang eins schoben die beiden Startraketen mit 5.49 Sekunden die besten Zeiten der gesamten Konkurrenz. Ein leichter Wackler im Labyrinth kostete aber diesmal die Bestzeit im zweiten Lauf. Dennoch zeigten Nolte/Levi hier, dass mit ihnen zu rechnen ist. „Da waren wir bei den Besten dabei und haben gezeigt, was wir können“, so die Athletin vom BSC Winterberg.

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Die nächste Gelegenheit zu beweisen was in ihr steckt, hat die Unnaerin nun am 6. und 7. November in Altenberg. Im WM-Eiskanal von 2020 und 2021 geht dann mit zwei Läufen die nächste Qualifikationsrunde über die Bühne.

„Es ist noch nichts verloren und wir haben noch drei weitere Läufe um zu zeigen, was in uns steckt“, gibt sich Nolte kämpferisch. Die letzte Selektion findet Mitte November am Königssee statt.

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