EVC Massen und Königsborner SV im Aufwind

dzVolleyball

In der Verbandsliga schafften die Unnaer Teams zuletzt den Turnaround. Bönens Damen müssen wieder bangen, Oberadens Männer sind top drauf.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 19.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Wochenende verabschiedeten sich auch die heimischen Verbandsliga-Volleyballer in die Weihnachtspause. Drei Wochen Pause stehen nun an, die die Teams aus Massen, Bönen, Königsborn und Oberaden unterschiedlich nutzen müssen.

Am ungemütlichsten verlief die erste Serie für die Damen des EVC Massen. In der Verbandsliga 4 belegen die Volleyballerinnen von der Sonnenschule immer noch den letzten Rang. Allerdings gab es in den vergangenen zwei Partien durchaus Positives zu vermelden.

Nach sechs Niederlagen in Serie hatte Trainer Guido Engler „fertig“ und verkündete seinen Rücktritt. Im darauf folgenden Heimspiel gegen Meschede zeigte der EVC eine Trotzreaktion und holte mit dem 3:2 gegen den Vierten die ersten zwei Zähler der Saison. Noch größer war die Überraschung im letzten Spiel, als der Tabellenzweite Telstar Bochum II auswärts ebenfalls mit 3:2 besiegt werden konnte.

EVC Massen und Königsborner SV im Aufwind

Trainer Guido Engler (M.) warf bei Massens Damen das Handtuch. © Pal

„Wir haben gezeigt, dass wir es noch können“, freute sich Massens Interims-Spielertrainerin Anne Hennig. „Wenn wir so weitermachen, kann es noch klappen. Vier Zähler hat der EVC aktuell auf dem Konto, das rettende Ufer ist sechs Punkte entfernt.

Unter dem Strich befindet sich seit dem Wochenende auch der TuS Bönen. Beim 0:3 in Schwerte kassierte die Truppe von Michael Salaw die dritte Pleite in Serie und schlidderte dadurch tief hinein in die Gefahrenzone.

„Willkommen im Abstiegskampf“, brachte es TuS-Zuspielerin Stella Salaw auf den Punkt. „Leider haben wir in der jüngsten Vergangenheit nicht mehr viel Positives abliefern können.“

Mit acht Punkten befindet sich Bönen aktuell auf dem drittletzten Rang, der am Ende der Saison den Gang in die Abstiegsrelegation bedeuten würde.

Ausgesprochen positiv fällt die Halbzeitbilanz hingegen bei den Männern des SuS Oberaden aus. Der Aufsteiger akklimatisierte sich von Beginn an bestens in der Liga und lehrte dem ein oder anderen Team deutlich das Fürchten. Mit seinen 17 Punkten spielte der SuS eine überragende erste Serie und findet sich zu Weihnachten auf einem starken vierten Rang wieder. Der Lüner SV liegt punktgeleich nur auf Grund der besseren Satzbilanz kurz vor den Oberadenern.

„Wir haben es zuletzt sehr gut gemacht und die Liga ordentlich aufgemischt“, freute sich SuS-Akteur Timo Brune und schielt nun mit einem Auge sogar auf die Tabellenspitze.

EVC Massen und Königsborner SV im Aufwind

Der Königsborner SV holte vor Weihnachten fünf Punkte aus zwei Spielen und ist im Mittelfeld angekommen. © Neumann

Dort thront aktuell der TV Pivitsheide mit 20 Zählern vor dem punktgleichen Team von Delbrück II. Ausgerechnet gegen die Delbrücker muss Oberaden am 12. Januar zum Start ins neue Jahr ab 18 Uhr vor heimischer Kulisse ran.

Schützenhilfe könnte dann möglicherweise sogar der Königsborner SV leisten, der bereits zuvor am Nachmittag auf Pivitsheide trifft. Von der Tabellenkonstellation her ein ungleiches Duell, immerhin hat Pivitsheide aktuell 13 Zähler mehr auf dem Konto als der KSV.

Vor der Weihnachtspause zeigte sich Königsborn aber von seiner absolut besten Seite und fuhr zwei Siege in Serie ein.

Damit machte die Truppe um Christoph Dörrich einiges gut in der Tabelle und hat zu Weihnachten als Sechster einige Sorgenfalten weniger mit sich herum zu tragen.

Trotzdem stehen nur sieben Punkte auf der Habenseite, auch Bielefeld III auf dem Relegationsplatz hat nicht weniger vorzuweisen. Es bleibt also kribbelig beim KSV, ein Sieg gegen den Ligaprimus käme gerade recht.

„Aber wir müssen den Formanstieg der letzten Wochen bestätigen und wie zuletzt auch über die komplette Spielzeit hinweg alles geben“, so Dörrich.

Schafft es der KSV, die Moral aus 2019 mitzunehmen, dann könnte es mit dem Klassenerhalt ganz sicher klappen. Allerdings darf Königsborn nicht zu oft wackeln.

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