Die Qualifikationsrunden bei den Juniorenfußballern im Kreis Unna/Hamm sind beendet und die Ligen neu eingeteilt. Hier ist das Fazit der Vereine.

Kreis Unna

, 22.10.2019, 14:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Qualifikationsrunden sind beendet und Kreis-Jugend-Obmann Uli Ritter (VfK Weddinghofen) kann ein positives Fazit ziehen: „Ich habe bislang nix Negatives gehört. Aber wir haben ja noch den Arbeitskreis ´Qualifikationsrunde´, der im kommenden Jahr das Ganze nochmals analysiert. Während der Jugendleiter-Tagung Anfang April werden wir dann mit den Vereinen sprechen, wie es gelaufen ist und was wir noch verbessern müssen.“ Doch an vielen Stellschrauben muss wohl nicht mehr gedreht werden. Ritter: „Wir haben versucht, dass alle Spiele am Wochenende ausgetragen werden, damit es keine Trainingsausfälle gibt. Der Spielbetrieb war gut geregelt. Auch bei der Gruppeneinteilung haben wir uns Mühe gegeben.“ Seiner Ansicht nach hätte vielleicht - wenn überhaupt - die ein oder andere Mannschaft ihre Leistungseinschätzung überdenken müssen. „Da haben einige wohl mehr auf ihr Herz gehört als auf den Verstand und sich stärker eingeschätzt, als sie am Ende sind.“

Ob die Juniorenfußballer im kommenden Jahr wieder mit den Qualifikationsrunden in die neue Saison geht, entscheiden die Vereine, bestätigte Ritter.

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Besonders beim Kamener SC war in der Quali-Zeit Organisationsgeschick gefragt. 28 Junioren-Mannschaften bietet der Verein auf - und alle wollen spielen und trainieren. „Das war schon eine Nummer, zumal wir an zwei Wochenenden unsere Platzanlage nicht nutzen konnten“, erklärt Spielkoordinator und D2-Trainer Sascha Behling. „Soweit haben wir das aber gut in den Griff bekommen. Für die Qualifikationsspiele in der Woche mussten dann auch mal Trainingszeiten ausfallen. Ich hoffe, dass das im kommenden Jahr wieder besser wird.“

Mit der sportlichen Einteilung ist Behling zufrieden. „Es hat diesmal weniger zweistellige Ergebnisse gegeben, dadurch, dass wir die Leistung der Mannschaften eigenständig in stark, mittel oder schwach einteilen sollten.“ Er moniert aber, dass in der Qualifikation nach den Sommerferien viele Spieler wegen Klassenfahren fehlten. Jugendleiter Benjamin Wagner ist zuversichtlich: „Ich unterstütze die Einführung der Qualifikationsrunden.“

Ähnlich gute Erfahrungen machte auch die JSG Langschede/Frömern - die aber auch bei zwei Sportstätten und neun Jugendmannschaften keinerlei Platzprobleme aufweist. „Das war überragend, ich bin ein Verfechter der Qualifikationsrunden. Alle sind fair miteinander umgegangen und ich glaube, dass die Ligen nun einigermaßen gleichstark aufgestellt sind“, sagt Jugendleiter Timo Huckschlag. Er muss aber auch eingestehen, dass sich eine seiner Mannschaften nun in der Kreisliga C wiederfindet, die eigentlich stärker ist. Huckschlag: „So ist das dann aber, wenn man nicht eingeplant ein Spiel verliert. Dumm gelaufen.“

„Die Idee der Qualifikationsrunden ist an sich gut, nur die Kommunikation im Vorfeld seitens des Fußballkreises war doch etwas schräg, da fühlte ich mich schlichtweg überrumpelt“, merkt Ali-Osman Calikbasi, Jugendleiter des FC TuRa Bergkamen an. „Wir Vereine hatten im Vorfeld Ängste, ob die Spiele in der Wochen ausgetragen werden müssen. Diese Ängste hat man uns nicht genommen. Am Ende lief dann alles reibungslos an den Wochenenden ab. Leider gibt es bei den A-Junioren nur noch eine A- und eine B-Kreisliga, da sich im Laufe der Qualifikation weitere Teams abgemeldet haben.“

Unterm Strich ist auch Reiner Rehkop, der Jugend-Chef der SG Massen, mit dem Abschluss der Qualirunden zufrieden. „Unsere A- und B-Junioren haben den Sprung in die Kreisliga A geschafft, das ist toll“, sagt er. „Darüber hinaus kommt es nun nicht mehr vor, dass eine spielstarke Mannschaft in einer tieferen Liga seine Gegner leicht abfertigt.“ Aber: „Nicht so schön war, dass einige Vereine noch vor und während der Qualifikation ihre Mannschaften wieder vom Spielbetrieb abgemeldet haben.“

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