Erneuter Unmut über Schiri Daniel Decker-Törö

dzFußball

SG Isenbeck klagt über angeblich überzogene Entscheidungen. Eine Rote und zwei Gelb-Rote Karten sowie fünf Gelbe Karten kassiert.

von Michael Friehs

Kreis Unna

, 13.08.2019, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

An Schiedsrichter Daniel Decker-Törö scheiden sich auch in der neuen Saison die Geister. Der erste Spieltag war noch nicht abgepfiffen, da hatte sich der Unparteiische auch bei der SG Isenbeck nachhaltig bekannt gemacht.

Bislang hatten die Spieler des C-Kreisligisten noch keine Erfahrung mit dem 35-Jährigen, der seit 2008 im Fußballkreis Unna-Hamm pfeift, gemacht. Das sollte sich am Sonntag zum Saisonauftakt mit der Begegnung beim VfL Mark III ändern.

„Die Mannschaft hat nur über die launischen Entscheidungen gelesen und kannte diesen Skandal-Schiedsrichter nicht, trotzdem wurden alle eingestimmt, nicht aufzufallen“, heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins nach dem 3:3 auf dem Kunstrasenplatz an der Realschule Mark. „Doch das sollte uns nicht helfen.“

In Ringermanier zu Bogen gerissen

Wie so oft war die Partie lange Zeit unauffällig über die Bühne gegangen – auch wenn die Gäste bis zur 60. Minute (Spielstand: 1:3) bereits einige „umstrittene Gelbe Karten“ (drei gegen die SG) monierten. „Nach einem normalen Zweikampf zückte der Schiedsrichter sofort Rot. Alle waren fassungslos, wie man so was machen kann; sogar die Gegner wussten nicht, was los war“, heißt es weiter auf der SG-Seite.

Was sich im Spielbericht Decker-Törös allerdings anders liest. Dort begründet der Unparteiische den Platzverweis als Tätlichkeit, die der SG-Spieler mit der Nummer 17 (Kritsana Khorsinklang) begangen habe, indem er seinen Marker Kontrahenten „in Ringermanier zu Boden“ riss. In der Folge gab es noch zwei Ampelkarten gegen die Isenbecker – wegen Meckerns (76.) und gegen einen Betreuer in der Schlussminute. Gesamtbilanz: Eine Rote und zwei Gelb-Rote Karten sowie fünf Gelbe gegen die Gäste, einmal Gelb gegen Mark.

Torsten Perschke, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, räumte ein, dass kein Schiedsrichterbeobachter vor Ort gewesen sei, obwohl es ursprünglich geplant war, vorerst alle Partien mit Beteiligung Decker-Törös zu begleiten. „Ich habe vergessen, jemanden anzusetzen“, sagte Perschke. „Er war zum Ende der vergangenen Saison eine Zeit lang krank. Daher ist mir das jetzt durchgegangen.“

Jetzt lesen

Mit Tim Christoph Hojka war zumindest ein ehemaliger Schiedsrichter vor Ort. Der spielte ab der 46. Minute im Trikot des VfL Mark, verstand zwar „den Frust der Gäste“, wollte sich aber nicht näher zum Geschehen äußern. „Tendenziell halte ich da zu meinem ehemaligen Schiedsrichter-Kollegen, möchte aber keine Aussage tätigen“, sagte er.

Bereits zwei Spielabbrüche

Unter der Leitung von Schiedsrichter Daniel Decker-Törö ist es in diesem Jahr bereits zu zwei Spielabbrüchen gekommen. Im ersten Match bei der IG Bönen gegen Maroc Hamm hatte er sechs Platzverweise ausgesprochen, an einem anderen Wochenende in der Partie RW Unna III gegen SuS Rünthe immerhin noch vier. Der SuS Rünthe hatte damals vorzeitig entnervt das Spielfeld verlassen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fußball:
IG Bönen muss im Derby der Landesliga beim SuS Kaiserau auf Ex-Holzwickeder verzichten