Eine Serie endet: VfL Kamen und SGH Unna Massen im direkten Duell

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In der Bezirksliga sind der VfL Kamen und die SGH Unna Massen gut aus den Startlöchern gekommen. Das sind die Gründe für den Aufschwung.

Kreis Unna

, 21.10.2019, 15:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es überrascht, dass die Reserve des TV Soest, wie in den Vorjahren vor der Saison als ein Top-Favorit auf die Meisterschaft gehandelt, nicht gewohnt stark auftrumpft. 2:4-Punkte und Rang acht stehen bisher zu Buche. Es scheint, dass der Nichtaufstieg der vergangenen Spielzeit, verursacht durch den Einsatz eines nicht spielberechtigten Akteurs und dem damit verbundenen Punktabzug, doch Spuren hinterklassen hat.

Zum Favoritenkreis gehörten zudem der VfL Kamen und die SGH Unna Massen, und die werden dieser Rolle bisher auch gerecht. Vier Spiele - vier Siege lautet die Bilanz dieser beiden Teams.

VfL-Abwehr steht

Beim VfL Kamen hat in dieser Saison Uwe Nitsch das Traineramt übernommen. Der erfahrene Coach hat dafür gesorgt, dass die fast unveränderte Formation sehr konstant und auch erfolgreich auftritt. Die Basis dafür legte Nitsch zunächst einmal in einer verbesserten Abwehrarbeit. Gerade 74 Gegentreffer kassierte der VfL in den ersten vier Spielen. Ein Schnitt von unter 20 ist schon sehr beachtlich. „Unser Ziel ist es, dem modernen Handball ein Stück näher zu kommen. Das bedeutet, aus einer sicheren Abwehr schnell umzuschalten, um die einfachen Tore zu erzielen. Bisher ist uns das schon ganz gut gelungen“, sagt Uwe Nitsch. Im gebundenen Angriff seien Mängel noch erkennbar. „Das liegt auch daran, da wir im Rückraum keinen Linkshänder haben. Aber auch dieses Problem bekommen wir langsam in den Griff.“

Verstärkung mit Erfahrung

Die Trainer der Bezirksliga hatten neben dem VfL und dem TV Soest II bei der Frage nach dem Meister und Aufsteiger in die Landesliga stets auch die SGH Unna Massen auf dem Zettel. Diese Einschätzung beruht vor allem auf der Tatsache, da mit Bastian und Pascal Stennei zwei Spieler vom Oberliga-Absteiger SuS Oberaden zu ihrem Stammverein zurückgekehrt sind. Der neue Coach Mathias Uhlenbrock weiß natürlich auch, dass Mittelmaß nicht das Ziel sein kann. „Wir hätten ja schon in der vergangenen Saison unter den ersten Drei stehen können, wenn wir uns nicht einige Ausruschter gegen Teams aus der unteren Tabellenregion geleistet hätten. Mit den Stennei-Brüdern haben wir eine Menge Erfahrung hinzubekommen, von der vor allem unsere jungen Spieler profitieren“, sagt Uhlenbrock. Positiv würde sich zudem bemerkbar machen, dass in der Vorbereitung alle gut mitgezogen hätten. „Wir haben schon in Soest und in Ennigerloh gewonnen und damit zwei hohe Hürden erfolgreich genommen. Es wäre natürlich toll, wenn uns das auch beim VfL gelingt“, so noch einmal der SGH-Coach.

Eine Erfolgsserie wird definitiv am kommenden Wochenende enden, denn dann stehen sich der VfL Kamen und die SGH Unna Massen im direkten Duell gegenüber. Anwurf am Samstag in der Sporthalle am Koppelteich in Kamen ist um 20 Uhr. Da dort zuvor auch schon die Reservemannschaften dieser beiden Vereine gegeneinander antreten, ist mit einer guten Kulisse zu rechnen.

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