Eine derbe Pleite muss der Königsborner SV im Spiel gegen den Tabellenführer einstecken

dzHandball

Für die Handballfrauen des Königsborner SV wird es so langsam eng: Auch gegen den TV Aldekerk wurde glatt mit 21:30 verloren.

Königsborn

, 12.01.2020, 14:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tatsache an sich überrascht zwar nicht unbedingt, doch die Art und Weise wie die zustande kam, schon. Trainer Kai Harbach war nach dem Schlusspfiff auf jeden Fall restlos sauer. „So darf man sich nicht präsentieren.“

Schon der Start in die Partie verlief recht zäh. Erst nach drei Minuten traf Melanie Webers mit einem Siebenmeter zum 1:1-Ausgleich. Das eher durchwachsene Spiel setzte sich auch in der Folge fort. Der KSV blieb dabei bis zum 5:7 in Schlagweite. Dann zog der Gast, der keineswegs eine starke Vorstellung bot, schon bis zur Pause bis auf 16:10 davon.

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In der Kabine mahnte Trainer Kai Harbach an, doch die vorher ausgegebene Taktik auch umzusetzen. Die hieß, eigene Fehler zu vermeiden und dem Tabellenführer leichte Treffer per Gegenstoß so nicht zu ermöglichen. Das geschah in den ersten 30 Minuten nach technischen Fehlern nämlich leider viel zu oft. „Da haben wir es dem Gegner richtig leicht gemacht“, ärgerte sich der Coach.

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Königsborner SV Handball-Frauen

3. Handball-Liga: Königsbnorner SV - TV Aldekerk 21:30
12.01.2020
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Maike Esterhaus (KSV in Blau) verkürzt drei Sekunden vor Abpfiff auf 21:30

Foto: M. Neumann© Neumann
Maike Benden (KSV in Blau) am Ball

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Ricarda Koeppel (KSV in Blau) am Ball

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Endstation hieß es hier für Ricarda Koeppel (KSV in Blau) am Ball

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Anna Lena Bergmann (KSV in Blau) am Ball

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Anna Lena Bergmann (KSV in Blau) steigt hoch und verkürzt auf 15:20

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Lisa Gerbe (KSV in Blau) bekommt hier einen Siebenmeter zugesprochen, den Sandra Mastalerz zum 11:17 verwandelt

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Celine Pelz (KSV in Blau) am Ball

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Maike Esterhaus (KSV in Blau) am Ball

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Maike Esterhaus (KSV in Blau) am Ball

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Lisa Gerbe (KSV in Blau) setzt sich durch und erzielt das 10:14

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Lisa Gerbe (KSV in Blau) setzt sich durch und erzielt das 10:14

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Lisa Gerbe (KSV in Blau) setzt sich durch und erzielt das 10:14

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Sandra Mastalerz (KSV in Blau)

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Viele Ballverluste musste der KSV beklagen, hier durch Maike Benden (KSV in Blau)

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Maike Esterhaus (KSV in Blau)

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Maike Benden (KSV in Blau) blieb öfters in der zweikampfstarken TV-Deckung hängen

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Die erhoffte Reaktion seiner Mannschaft blieb nach dem Wiederanpfiff aus. Der Rückstand könnte nicht entscheidend verkürzt werden, obwohl der Gast nicht mehr als nötig tat. Schon früh steckte der Königsborner SV auf und ermöglichte dem Tabellenführer damit, den Vorsprung noch weiter bis auf 30:19 auszubauen. Maike Esterhaus und Sandra Masterlerz per Siebenmeter betrieben dann noch etwas Ergebniskosmetik.

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Aufsteiger Königsborner SV steht mit 11:13-Punkten noch immer auf dem achten Tabellenplatz. Sicher kann sich die Harbach-Sieben indes noch lange nicht fühlen. Bis zum vorletzten Rang sind es gerade drei Punkte. Sorgen bereiten zudem die Tendenz und die Einschätzung des Trainers. Drei Partie in Folge gingen verloren. „Wenn wir so auch in Zukunft auftreten, gewinnen wir kein Spiel mehr“, sagte der enttäuschte Kai Harbach.

KSV: Ebel. Seckelmann; Liese, Webers (2), Mastalerz (5/4), Wrede (1), Benden (2), Prasch, Pelz, Koeppel (1). Feldmann (1), Bergmann (3), Esterhaus (4), Gerbe (2)

Beste Spielerin: Keine

Torfolge: 0:1, 2:3, 5:6, 7:10, 9:11, 10:16 - 12:17, 14:19, 18:26, 21:30

Zuschauer: 150

Trainerstimmen zum KSV-Spiel

Kai Harbach, Trainer Königsborner SV: Ich bin maßlos enttäuscht. Wir wollen eigentlich mutig auftreten, davon habe ich gar nichts gesehen. Dazu die technischen Fehler, die Aldekerk, das eigentlich gar nicht überragend gespielt hat, zu einfachen Treffern ausgenutzt hat. Aldekerk hatte heute leichtes Spiel und das ist eigentlich schon schade. So gewinnen wir kein Spiel mehr. Das ist Fakt. So kann man in Spiele nicht reingehen, da fehlte jegliche Drittligareife. Wir haben keine Einstellung gezeigt, einfach keinen Biss gehabt. Dabei haben wir vor dem Anpfiff alles eingefordert und wollten auch alles besser machen. Woran es gelegen hat, weiß ich nicht. Jetzt haben wir 14 Tage Zeit. Das war eine Leistung, die tut richtig weh. Man kann gegen einen Tabellenführer verlieren, das ist gar keine Frage. Aber nicht so, das war wie ein Freundschaftsspiel.

Yvonnne Fillgert, Trainerin TV Aldekerk: Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, vor allem so hoch gewonnen haben. Damit sind wir gut in die Rückrunde gestartet und das war auch unser Ziel.

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