EC Bergkamen geht ins Jahr eins nach Robert Bruns

dzEishockey

Nach 16 Jahren hat Robert Bruns seine Trainertätigkeit beim Fraueneishockey-Bundesligisten EC Bergkamen beendet. Doch die „Bärinnen“ haben noch weitere Probleme.

von Jan Luca Grüneberg

Bergkamen

, 22.08.2019, 09:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bundesliga -Saison 2019/20 steht in den Startlöchern. Noch gut ein Monat trennt die Spielerinnen des EC Bergkamen vom ersten Bully der neuen Spielzeit. Wie auch im vergangenen Jahr ist es für die „Bärinnen“ des EC Bergkamener wieder das Ziel, die viertstärkste Kraft Deutschlands hinter den drei Spitzenteams aus Memmingen, Planegg und Ingolstadt zu werden.

Doch dies wird in diesem Jahr keine leichte Aufgabe. In der Sommerpause hat sich bei dem kleinsten Verein der Eishockey-Bundesliga viel getan. Nicht nur der Rücktritt von Trainer-Urgestein Robert Bruns, der 16 Jahre lang das Frauen-Team coachte, sondern auch viele personelle Abgänge trafen das Team hart. Mit Kai Bürger verpflichtete der ECB zwar einen erfahrenen Spieler, der zuletzt für die Grizzlys Bergkamen auf dem Eis stand, der bisher als Trainer jedoch nur in der Jugendabteilung des Königsborner JEC aktiv war.

Saison wird eine große Herausforderung

So wird die Zusammenarbeit mit der Frauen-Mannschaft ein Sprung ins kalte Wasser. Ilona Pollmer, die Vorsitzende des EC Bergkamener, ist jedoch zuversichtlich: „Kai ist ein kompetenter und netter Trainer, der sehr diplomatisch agiert und auch viele Gespräche mit den Spielerinnen führt. Natürlich wird das eine große Herausforderung für ihn und uns werden. Er ist ja nicht nur Trainer einer Bundesliga-Mannschaft, sondern auch noch von einem Frauen-Team. Aber ich denke, dass er mit dieser Situation gut zurechtkommt. Außerdem haben wir noch immer Führungsspielerinnen wie Claudia Weltermann, die den Verein und die Mannschaft kennen, und Kai auch zur Seite stehen werden.“

EC Bergkamen geht ins Jahr eins nach Robert Bruns

Kai Bürger ist der neue Trainer. © Neumann

Doch genau solche Spielerinnen haben den Verein in der Sommerpause auch verlassen. Mit Nina Ziegenhals und Sabina Florian haben zwei Ex-Nationalspielerinnen beim ECB aufgehört. Als Ersatz hatten die Bergkamener eine Holländerin und eine Italienerin an der Angel. Da es für den Verein allerdings nicht möglich war, Unterbringungen für beide Spielerinnen aufzutreiben, platzten die Transfers letztendlich. So musste sich der ECB Verstärkung aus der zweiten Mannschaft holen. „Das ist für uns als kleiner Verein natürlich ein herber Rückschlag. Teams wie Ingolstadt haben in der Sommerpause starke Transfers getätigt und ihre Kader optimal verbessert. So sind wir zu Beginn der Saison eigentlich schon hintendran“, so Pollmer.

Und obwohl Langzeit-Trainer Bruns seinen Posten niedergelegt hat, bietet er weiter seine Hilfe an und steht Trainer Kai Bürger und dem Verein zumindest beratend zur Verfügung. „Er hat auch angeboten, sich als Scout zu betätigen. Aber natürlich wird er in erster Linie Kai zur Seite stehen und ihn unterstützen“, sagt die Vorsitzende.

Im September geht es los

Ende September beginnt die neue Bundesliga-Saison. Ob die Mannschaft des ECB ihre Ziele einhalten kann wird sich zeigen. „Alles bewahrheitet sich auf dem Eis.“, weiß auch Ilona Pollmer.

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