Drittligist Königsborner SV legt nach unnötiger Niederlage in Köln Protest ein

dzHandball

Die Handballfrauen des Königsborner SV zogen beim 1. FC Köln knapp den Kürzeren. Gegen die Wertung legte der heimische Drittligist aber Protest ein.

von Harald Jansen

Königsborn

, 26.01.2020, 15:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frauenhandball, 3.Liga: 1. FC Köln - Königsborner SV 21:20 (12:9). Wie bereits im Hinspiel gegen den „Effzeh“ schaffte es Königsborn nicht, einen Vorsprung ins Ziel zu bringen. Im Heimspiel wurde eine Siebentoreführung in einer guten Viertelstunde noch abgegeben. Am Ende stand es 22:22-Remis. Diesmal lag der heimische Drittligist knapp acht Minuten vor Schluss mit drei Toren vorne und stand am Ende sogar ganz ohne Punkte da. Gegen die Wertung des Spiels haben die Verantwortlichen des KSV nach Spielschluss allerdings Protest eingereicht. Köln führte Sekunden vor dem Abpfiff mit 21:20, als Vanessa Idelberger Anna Lena Bergmann in aussichtsreicher Torposition umriss und eine Zweiminuten-Strafe erhielt. Den fälligen Siebenmeter gaben die Schiedsrichter dann allerdings nicht. So brachte Köln den knappen Vorsprung ins Ziel.

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Vor dem Spiel musste der KSV-Trainer Kai Harbach gleich mit zwei Hiobsbotschaften umgehen. Kreisläuferin Lisa Gerbe war aufgrund von Schulterbeschwerden nicht einsatzfähig. Und auch Sandra Mastalerz musste mit Knieproblemen passen. So startete der KSV mit Melanie Webers am Kreis und kam in der gut gefüllten Sporthalle in Köln gut ins Spiel. Über sechs Minuten brauchte der FC für seinen ersten Treffer. Da führte Königsborn bereits mit 3:0. „Tempo hochhalten“ rief Harbach von der Bank herein. Und der KSV beherzigte dies auch zunächst. Einen sehenswerten Tempogegenstoß verwandelte Celine Pelz zum 6:3 (12.). Doch es war bereits absehbar, dass der KSV im Angriff zu leicht ausrechenbar war. Köln massierte die Deckung und legte innerhalb von zehn Minuten einen 6:0-Lauf hin. Diese Dreitore-Führung nahm Köln auch mit in die Kabinen.

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In der zweiten Hälfte holte sich der KSV die Führung zurück und als die stark aufspielende Maike Benden zum 19:16 einnetzte (53.) schien der KSV auf der Siegesstraße. Doch es kam ja dann anders.

Königsborner SV: Ebel, Seckelmann, Liese , Webers, Feldmann, Mastalerz, Benden (9/4), Prasch (1), Wrede (1), Pelz (2), Köppel, Bergmann (3), Esterhaus (4), Gerbe

Beste Spielerin: Benden, Ebel

Torfolge: 0:3, 3:6, 9:6, 12:9 – 13:12, 14:15, 15:18, 16:19, 21:20

Trainerstimmen zum Spiel

Christoph Schon, Trainer 1. FC Köln: Es war am Anfang eine ausgeglichene Partie. Nach der Halbzeit sind wir mit drei Toren in Führung gegangen, dann haben wir allerdings den Faden verloren und haben Königsborn wieder ins Spiel gebracht. Durch eine Abwehrumstellung kamen wir wieder heran und haben zum Ende hin glücklich gewonnen.

Drittligist Königsborner SV legt nach unnötiger Niederlage in Köln Protest ein

KSV-Coach Kai Harbach war mit der leistung nicht zufrieden © Neumann

Kai Harbach, Trainer Königsborner SV: Ich bin natürlich enttäuscht. Kämpferisch mache ich dem Team keinen Vorwurf. Uns haben heute die Alternativen mit Gerbe und Mastalerz gefehlt. Aber die Ballverluste bringen uns um. Wir schmeißen in den letzten zehn Minuten so oft den Ball weg. Wir führen mit drei Toren, haben es eigentlich im Griff. Die Leistung der Schiedsrichter war heute ganz grausam. Wir haben heute verloren gegen einen Gegner, den man schlagen musste.

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