Drittligist Königsborner SV hängt weiterhin in der Luft

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Nun steht fest: Auch in der 3. Liga wird in diesem Jahr nicht mehr gespielt. Für KSV-Trainer Kai Harbach bedeutet dies, er muss zum schon dritten Mal bei Null anfangen.

von Harald Jansen

Königsborn

, 14.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jetzt haben auch die Handballdamen des Drittligisten Königsborner SV endlich etwas Planungssicherheit bezüglich der aktuellen Saison in der 3. Liga. Wie berichtet hatte der Deutsche Handball Bund (DHB), der die Spielleitung neben der ersten und zweiten Bundesliga auch für die 3. Liga im Männer- und Frauenbereich innehat, den Spielbetrieb in allen Staffeln bis zum 15. November gestoppt. In einer Videokonferenz mit den beteiligten Vereinen hat der DHB nun die Festlegung getroffen, dass der Spielbetrieb bis zum Wochenende 9./10. Januar 2021 unterbrochen wird.

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Die Wiederaufnahme ist dann abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie. Das heißt, dass auch dieser Termin nicht in Stein gemeißelt ist. „Unser oberstes Ziel ist es weiterhin, verantwortungsvoll Möglichkeiten für Handball zu schaffen. Priorität haben dabei Wiederaufnahme und Fortführung des Trainings. Unabhängig von der formalen Einordnung als Profi- oder Amateursport kämpfen wir für alle Mannschaften auf politischer Ebene darum, dass sie trainieren können, wenn sie dies tun wollen“, wird Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes, auf der Internetseite des DHB zitiert.

KSV-Trainer Kai Harbach rechnet nicht damit, dass ab Januar wieder gespielt wird.

KSV-Trainer Kai Harbach rechnet nicht damit, dass ab Januar wieder gespielt wird. © Wagner

Zur Erinnerung sei gesagt, dass der DHB noch keine klare Aussage zum Status der 3. Liga gegeben hat. Wird die als „Profiliga“ eingestuft, wäre ab Januar bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes damit zu rechnen, dass regelmäßige Corona-Tests für Spielerinnen und Offizielle verpflichtend sind. In der vom DHB vorab bei den Vereinen durchgeführten Befragung gaben 90% der Vereine an, dass sie zu Testungen grundsätzlich bereit sind, aber 99% sagen auch, dass dies finanziell nicht durchführbar ist.

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Die Damen um KSV-Trainer Kai Harbach mussten aufgrund des Lock-Downs ab 2. November ihr Hallentraining einstellen, sodass die angesetzten Spiele bei VfL Oldenburg II und die Heimpartien gegen ASC Dortmund und HSG Blomberg-Lippe II aktuell ohne Nachholtermin abgesagt wurden. Bisher hat Königsborn lediglich die Partie am 24. Oktober bei TV Hannover-Badenstedt (24:26) absolviert. „Wir verstehen die Nöte vor Ort. Es ist jetzt unsere gemeinsame Aufgabe, Wege zu finden, wie der Handball in der 3. Liga aktiv bleibt und welche Formen des Spielbetriebs möglich und sinnvoll sind. Im ersten Schritt hat die Sicherung des Trainingsbetriebes Priorität“, erklärt Schober. Für die Fortführung des Spielbetriebs stellt der DHB zwei Varianten vor, die mit den Vereinen in der nächsten Zeit beraten werden.

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„Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, den Spielbetrieb im Januar wieder aufzunehmen“, bemerkt KSV-Trainer Kai Harbach zur aktuellen Lage. Er rechnet nicht damit, dass es die Infektionszahlen im Januar zulassen. Zudem sieht er ein Problem mit der neuerlichen Vorbereitung, da er nicht davon ausgeht, im Dezember wieder in der Halle trainieren zu können. „Alle halten sich zwar fit, doch dann machen wir schon die dritte Vorbereitung in dieser Saison“, so Harbach. Ob und wie es also im neuen Jahr weitergehen soll, ist mehr als offen. Da müssen alle Sportler aktuell mit leben.

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