Doppeltes DM-Silber für Michel Heßmann

Radsport

Er ist das internationale Aushängeschild des RSV Unna. Michel Heßmann gewann bei den Deutschen Meisterschaften in Linden sowohl im Zeitfahren wie auch im Straßenrennen die Silbermedaille.

Unna

19.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Doppeltes DM-Silber für Michel Heßmann

Michel Heßmann (links) präsentiert während der Siegerehrung stolz seine Silbermedaille.RSV © RSV Unna

Als Titelverteidiger ging Michel Heßmann an den Start. Der Countdown lief herunter und es ging die Rampe hinunter auf die Strecke. Aber: „Mir ist beim Start der Wattmesser ausgefallen. Damit konnte ich die ganze Zeit über nicht kontrollieren, wie weit ich leistungsmäßig gehen kann. Das hat unterwegs wahnsinnige Nerven gekostet. An der Wende bin ich dann von einem heftigen Regenschauer erwischt worden. Alles hat wahnsinnig Zeit gekostet.“ Am Ende rettete Michel dennoch die Silbermedaille ins Ziel. „Ich hatte mir mehr vorgenommen. Irgendwie bin ich bei den Umständen noch zufrieden. Es hätte aber gerne mehr sein dürfen“, so der RSV-Fahrer. Gold ging hier an den überragenden Marco Brenner aus Ansbach.

60 Kilometer Alleinfahrt

Am nächsten Tag stand an gleicher Stelle das Straßenrennen an. Heßmann setzte sich frühzeitig als Solist ab und bestimmte auf den ersten 60 Kilometern das Rennen mit bis zu einer Minute Vor-sprung. „Es ist Wahnsinn, so früh anzugreifen und viel Energie zu verbrauchen, während sich die anderen Favoriten schonen können“, befürchtete Hans Kuhn vom RSV Unna schon während des Rennens. Nach 80 Kilometern war es dann um Heßmann geschehen, er wurde eingeholt. Abermals Marco Brenner setzte sich nun ab, Heßmann blieb aber dran. Auf den letzten 11 Kilometern wurde das Rennen für Heßmann zu einem reinen Kampf. „Michel bekam Krämpfe und drehte sich aus Angst immer wieder um. Er hat sich ins Ziel gequält. Die Anstrengungen aus der ersten Rennhälfte hatten nun deutliche Folgen“, so Hans Kuhn.

Am Ende durfte Michel Heßmann an diesem Wochenende seine zweite Silbermedaille in Empfang nehmen.

Julius Dräger DM-Fünfter

Teamkollege Julius Dräger hat im Training stets angedeutet, wie stark er fahren kann. Dennoch ging er ohne die erforderliche Rennhärte die DM an. Eine Stunde vor dem Start bekam er Probleme mit dem Steuersatz. Die Mechaniker bekamen den Defekt nicht sofort behoben. Also ging es auf die Suche nach einem Ersatzrad. „In den ersten vier Runden wurde das Rennen zu einem Ausscheidungsfahren. Eine Attacke folgte auf die andere und das Feld dezimierte sich fortlaufend“, erklärte Dräger, der eine gute vodere Position innehatte. In der letzten Runde ging es in den Sprint. Hinter Dräger stürzten einige Fahrer, voerne landete der RSV-Fharer auf dem fünften Rang.

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