Diese Regel macht den Holzwickeder SC zum ersten Aufstiegsanwärter

dzFußball

Auch in der Oberliga rechnet kaum jemand damit, dass die Saison „normal“ beendet wird. Falls das eintrifft, könnte der Holzwickeder SC davon profitieren.

Holzwickede

, 15.11.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Um die „normale“ Saison absolvieren zu können, müsste Fußball-Oberligist Holzwickeder SC noch 34 Partien austragen. Ein „ordentliches Brett“, zumal noch gar nicht klar ist, wann die Serie wieder fortgesetzt werden kann. Bisher ist vom Verband noch kein Signal gekommen, wie verfahren werden soll. „Ich gehe auch davon aus, dass wir mehr als die Halbserie nicht mehr abwickeln können“, sagt HSC-Geschäftsführer Günter Schütte.

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Allein der Faktor Zeit zeigt auf, dass er mit dieser Einschätzung ohne Zweifel recht hat. Dieses Jahr wird sehr wahrscheinlich nichts mehr laufen, es folgt die Winterpause und selbst wenn die früher als geplant beendet wird, fehlen freie Spieltermine. „Zumal ja die Plätze im Winter nicht immer bespielbar sind“, sagt Schütte. Vermehrt auf Wochentagsspiele zu setzten, sei auch keine Option. „Das würde doch einige Probleme mit sich bringen. Zwei Spiele in der Woche und zusätzlich trainieren, das können wir unseren Spielern nicht zumuten. Der Beruf geht schließlich vor“.

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50 Prozent der Spiele müssen gespielt werden, damit die Saison per Quotientenregel gewertet werden kann. So sieht es die Spielordnung nach einer Änderung, die nach dem coronabedingten Saisonabbruch durchgeführt wurde, vor. Wie sähe das in der Oberliga Westfalen beim aktuellen Stand der Dinge aus? Sicher ist: Die herkömmliche Tabelle würde einige gravierende Veränderungen erfahren, unter anderem an der Spitze. Denn die würde nicht mehr der FC Gütersloh einnehmen, sondern der Holzwickeder SC. Aus sechs Spielen holte der nämlich optimale 18 Punkte, erreicht also einen Quotienten von 3,00. Gütersloh dagegen liegt derzeit bei einem Wert von 2,78.

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Ist ein Aufstieg beim HSC denn ein Thema? „Über diese Möglichkeit haben wir im Vorstand noch gar nicht gesprochen. Der weitere Verlauf der Saison steht doch noch in den Sternen“, so noch einmal der HSC-Geschäftsführer. Fraglich sei auf jeden Fall, ob die Regionalliga für seinen Verein überhaupt finanziell machbar ist. Schließlich müsse auch das Montanhydraulikstadion den höheren Anforderungen in der vierthöchsten deutschen Liga genügen. Zudem würden wohl auch die Aufwandsentschädigungen für das Team steigen. Die ruhen im Übrigen zurzeit. „Wir trainieren und spielen nicht, und so haben die Akteure auch keinen Aufwand“, erklärt Günter Schütte.

Die herkömmliche Tabelle

1. Gütersloh 9 8 1 0 16 : 3 25

2. Holzwickede 6 6 0 0 20 : 4 18

3. Rhynern 8 5 3 0 21 : 10 18

4. Sprockh. 7 6 0 1 19 : 10 18

5. ASC Dortm. 9 6 0 3 21 : 17 18

6. Kaan-Mar. 7 5 1 1 27 : 7 16

7. Meinerzh. 8 5 0 3 18 : 11 15

8. Vreden 9 4 2 3 19 : 13 14

9. Wattensch. 9 4 2 3 14 : 10 14

10. SF Siegen 10 4 2 4 11 : 13 14

11. Münster II 9 4 0 5 14 : 15 12

12. Ennepetal 7 3 2 2 18 : 14 11

13. Haltern 10 3 1 6 10 : 25 10

14. Erndtebr. 8 3 0 5 6 : 14 9

15. Paderborn II 8 2 2 4 18 : 22 7

16. Schermb. 7 1 4 2 10 : 14 7

17. Finnentrop 10 1 4 5 14 : 20 7

18. E. Rheine 10 2 1 7 14 : 28 7

19. Clarholz 7 2 0 5 9 : 17 6

20. W. Herne 8 0 1 7 5 : 20 1

21. Hammer SV 8 0 0 8 8 : 25 0

Die Tabelle nach Quotientenregel

1. Holzwickede 6 6 0 0 3,00

2. Gütersloh 9 8 1 0 2,78

3. Sprockh. 7 6 0 1 2,57

4. Kaan-Mar. 7 5 1 1 2,29

5. Rhynern 8 5 3 0 2,25

6. ASC Dortm. 9 6 0 3 2,00

7. Meinerzh. 8 5 0 3 1,88

8. Ennepetal 7 3 2 2 1,57

9. Vreden 9 4 2 3 1,56

9. Wattensch. 9 4 2 3 1,56

11. SF Siegen 10 4 2 4 1,40

12. Münster II 9 4 0 5 1,34

13. Erndtebr. 8 3 0 5 1,13

14. Schermb. 7 1 4 2 1,00

15. Paderborn II 8 2 2 4 1,00

16. Haltern 10 3 1 6 1,00

17. Clarholz 7 2 0 5 0,86

18. E. Rheine 10 2 1 7 0,70

19. Finnentrop 9 1 3 5 0,67

20. W. Herne 8 0 1 7 0,13

21. Hammer SV 8 0 0 8 0,00

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