Deshalb biegt der SSV Mühlhausen wieder in die Erfolgsspur ein.

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In der Bezirksliga lief es für den SSV zuletzt nicht nach Wunsch. Trainer Rene Johannes fand aber das richtige Mittel, um dies zu ändern.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 29.10.2019, 14:33 Uhr / Lesedauer: 3 min

Ein Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Am zwölften Spieltag der Bezirksliga (8) fuhren die heimischen Teams einen kompletten Ergebnissatz ein und machten dabei auch emotional die unterschiedlichsten Erfahrungen.

Schnell wieder zurück in die Erfolgsspur fand dabei der SSV Mühlhausen-Uelzen. Nach der unnötigen Pleite in Kirchderne ließ die Mannschaft mit dem 3:0 gegen Brambauer die dringend benötigte Reaktion folgen. Dabei musste Coach René Johannes aber ordentlich in die Personalkiste greifen.

Zum einen rückten mit Philipp Timmermann (für Jakob Stiftel) und Deniz Gül (für Mansour Yousofi) zwei neue Akteure in die Startformation. Darüber hinaus übernahm der spielende „Co“ Sascha Grasteit die Position in der Innenverteidigung.

Mühlhausen wirkte dadurch im Defensiv-Verbund stabiler und ließ gegen den taktisch bestens geschulten BVB nicht viel zu. In der Offensive klappte es zu Beginn aber noch nicht wirklich gut. Im Spiel des SSV ging es meistens deutlich zu langsam und berechenbar zu.

„Man muss sich einfach mal was trauen, dann wird man auch belohnt“, brachte es Grasteit auf den Punkt. Gesagt, getan, denn in der zweiten Halbzeit wirkte der SSV deutlich präsenter. „Und wenn man dann noch einen Lars Schmidt und Mansour Yousofi hereinbringen kann, ist man schon gut bestückt“, freute sich Johannes über seine topbesetzte Bank.

Deshalb biegt der SSV Mühlhausen wieder in die Erfolgsspur ein.

Zufriedene Gesichter: Mühlhausens Trainer René Johannes (r.) und sein „Co“ Sascha Grasteit. © art

Seine Joker zahlten es dem Coach auch gleich zurück. Schmidt kam nach der Pause und war sofort mittendrin im Geschehen. Ein Tor markierte der Youngster selbst und legte die beiden andere Tore vor. Yousofi vollstreckte schon wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zum 3:0.

Freudige Nachricht kam nach dem Schlusspfiff auch noch aus Dortmund, wo Türkspor im stadtinternen Gipfeltreffen einen 3:0-Erfolg bei Tabellenführer Körne einfuhr. Mühlhausen holte damit in der Tabelle wieder auf und liegt mit 25 Punkten „nur“ noch fünf Zähler hinter Körne (30). Dazwischen rangiert Türkspor mit 27 Punkten.

Donnerstag vorgezogenes Spiel

Am Donnerstag im vorgezogenen Spiel beim TuS Eichlinghofen (19.30 Uhr) kann der SSV nun sogar nach Punkten gleichziehen. Allerdings muss auch hier wieder der Einsatzwille der Mannschaft zu 100 Prozent stimmen.

Endlich mal wieder in sicheren Gefilden befindet sich auch der Holzwickeder SC II. Durch das 1:1 gegen Wethmar verließ die Mannschaft von Coach Olaf Pannewig mit nunmehr acht Punkten die Abstiegsränge. Allerdings stehen die „Blau-Grünen“ nur aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen Team aus Wethmar „über dem Strich“. Überheblich werden sollte also am Haarstrang keiner, obwohl das Team nun schon seit drei Spielen unbesiegt ist.

„Wir hätten natürlich sehr gerne auch gegen einen Mitkonkurrenten gewonnen“, nahm es Pannewig auch eher mit gemischten Gefühlen. „Aber natürlich weiß auch der Gegner ganz genau, um was es für ihn in solchen Spielen geht. Da wird nochmal das ein oder andere Prozentpünktchen rausgekitzelt.“

Ähnlich wird die Situation auch am kommenden Wochenende sein, wenn Holzwickede auswärts seine Visitenkarte beim Schlusslicht Lüner SV II abgibt. Die Reserve des Oberligisten trägt mit sieben Punkten zurzeit die „Rote Laterne“ der Liga.

„Für uns gleich der nächste Meilenstein. Bis zur Winterpause haben wir nur noch wichtige Partien vor der Brust“, weiß Pannewig. Immerhin entspannt sich die Personalsituation beim HSC II ein wenig. Gegen Wethmar konnte mit Max Venos ein ehemaliger Langzeitverletzter endlich wieder mitwirken. Der Abwehr-Hüne machte seine Sache gleich sehr gut und trug sich mit einem verwandelten Elfmeter auch direkt in die Torschützenliste ein.

Aus der Oberliga-Mannschaft wurden zudem Justin Pfaff und Christian Wazian nach langen Verletzungspausen wieder an höheres Leistungsniveau herangeführt.

SG Massen lernt dazu

Eine weitere „Lektion“ musste hingegen die SG Massen hinnehmen. „Im Spiel gegen Kirchderne war relativ schnell klar, dass die Mannschaft gewinnen würde, die das erste Tor markiert“, hatte Spielertrainer Marco Köhler die Partie schon frühzeitig gelesen. Leider war das diesmal nicht der gastgebende Aufsteiger, sondern die deutlich routiniertere Truppe aus der Dortmunder Vorstadt.

„Im ersten Durchgang hätten wir bei einigen Torgelegenheiten durchaus in Führung gehen können“, so Köhler. „Da fehlte aber im Endeffekt auch das nötige Quäntchen.“

So kam es, wie es kommen musste. Kirchderne spielte seine Abgebrühtheit geschickt aus und kam in der Mitte des zweiten Spielabschnitts zum wichtigen Führungstor. Danach fand Massen kein Mittel mehr und musste die Punkte aus der Hand geben. „Eine Niederlage, die uns nicht umwirft. Es war eben ein weiterer Lerneffekt“, hakte Köhler die Partie schnell ab.

Kann er auch, denn mit 17 Punkten steht Massen als Tabellenachter immer noch sehr gut da. Schon am Sonntag hat die SG bei einem weiteren Heimspiel gegen Mengede die Chance, die Ausbeute noch weiter aufzubessern.

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