Der KSV hat ehrgeizige Pläne. So verschafft sich der Verein das dafür nötige Kapital

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Die Fußballer des Königsborner SV wollen aus ihrem Vereinsheim eine Begegnungsstätte für Jung und Alt machen. Um das zu finanzieren, geht der Verein neue Wege.

Königsborn

, 30.10.2019, 16:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ab sofort heißt unsere Anlage nicht mehr Sportplatz an der Kamener Straße, sondern Schumann.Arena.“ Das verkündete gestern Daniel Krahn, Abteilungsleiter der KSV-Fußballer nicht ohne Stolz. „So weit ich weiß, sind wir in Unna der erste Verein, dem die Vermarktung des Stadionnamens gelungen ist. Damit haben wir Geschichte geschrieben.“

Zunächst wurde die Vereinbarung mit dem Kfz-Sachverständigenbüro über drei Jahre abgeschlossen. Beide Parteien deuteten aber an, dass sie an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert sind. Ein wichtiger Fakt, denn die Projekte, die der KSV verwirklichen will, sind äußerst ehrgeizig. „Es ist nicht so, dass wir das Geld in die erste Mannschaft stecken, sondern wir wollen hier aus unserem Vereinsheim so etwas wie eine Begegnungsstätte schaffen“, sagt Krahn.

Überdachung wird gebaut

„Es ist genau dieses Konzept, das uns bei den Gesprächen mit diesem Verein überzeugt hat. Der Jugend eine Perspektive zu geben ist ein Ziel, das wir gerne unterstützen“, erklärte Schumann-Geschäftsführer Roland Jakubczyk.

Konkret sind es zunächst zwei Projekte, die der KSV in Angriff nehmen will. Da es in Königsborn inzwischen keine Gaststätte mehr gibt, die Live-Übertragungen von Fußballspielen anbietet, soll dies künftig im Vereinsheim geschehen. Zudem werden PlayStation angeschafft, um auch die jüngeren Jahrgänge zu motivieren, sich auf der Anlage blicken zu lassen. Angestrebt wird demnach ein Treffpunkt für Jung und Alt.

Geplant ist außerdem, neben dem Platz eine Überdachung zu bauen, damit die Zuschauer bei schlechtem Wetter Schutz finden. Das ist bisher nicht der Fall.

„Es ist bei uns schon eine Menge in Bewegung geraten. Auch sportlich läuft es bei uns sehr gut und daher lassen sich deutlich mehr Fans bei uns blicken“, so der KSV-Chef. Bis Ende Oktober hätten sich bereits genau so viele Zuschauer die Spiele des Königsborner SV angesehen, wie dies in der gesamten vergangenen Spielzeit der Fall gewesen sei.

Natürlich hat Krahn und seine Vorstandsmannschaft auch die Jugendarbeit im Blick. Aktuell sind die Jahrgänge von den Minis bis zur D-Jugend besetzt. C-, B- und A-Junioren gibt es aktuell nicht. Das soll sich möglichst bald ändern. Schon in Planung ist, eine weibliche C-Jugend zum Spielbetrieb zu melden. „Wir wollen zurück zu alter Stärke, und früher hatte der KSV eben auch ein Damenteam“, so noch einmal Krahn.

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