Der ASV ist deutlich im Aufwind. Ein starkes Gespann ist dafür mitverantwortlich

Handball

In der 2. Bundesliga spielt der ASV Hamm derzeit ganz vorne mit. Zwei Spieler haben daran großen Anteil.

Kreis Unna

von Michael Friehs

, 24.10.2019, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der ASV ist deutlich im Aufwind. Ein starkes Gespann ist dafür mitverantwortlich

Felix Storbeck gilt aktuell als der stärkste Torhüter der 2. Handball-Bundesliga. © H.WEGENER

Die Torhüter Felix Storbeck und Oliver Krechel stehen symbolisch für den Erfolg des ASV Hamm-Westfalen in dieser Saison der 2. Handball-Bundesliga – und das, obwohl ihre Rollen in den ersten neun Begegnungen deutlich verteilt waren.

Storbeck stand laut offizieller Statistik der Handball-Bundesliga 8:17 Stunden zwischen den Pfosten, Krechel nur 43 Minuten. Nach der Anzahl der notierten Paraden ist Storbeck derzeit Klassenbester in der 2. Liga. 111 abgewehrte Bälle wurden ihm gut geschrieben. „Man hat das ein bisschen mitgekriegt“, sagt der 27-Jährige, der – sein erstes, zweijähriges Engagement beim ASV von 2012 bis 14 eingerechnet – bereits im sechsten Jahr in Hamm spielt. „Darüber freue ich mich natürlich. Aber wir sind gut in die Saison gestartet – da gehst du den Flow mit. Die Jungs vor dem Tor machen einen Bombenjob. Eine Hand wäscht da die andere.“

Torwarttraining trägt Früchte

Noch in der vergangenen Saison monierte Trainer Kay Rothenpieler, dass die Torhüterleistung seines Teams nicht konstant genug sei, um den Sprung auf einen der Aufstiegsränge zu schaffen. In diesem Jahr sieht das anders aus. Dabei ging der ASV mit unverändertem Gespann in die Saison. „Wir haben da nichts neu erfunden“, sagt der Trainer. „Es sind viele kleine Faktoren, die jetzt passen. Wenn du ganz nach oben willst, musst du konstant gute Torhüterleistungen haben, nicht nur die spektakulären Bälle. Die sind dann die ‚plus-X-Bälle‘, die aus einem guten ein überragendes Spiel machen.“

Maßgeblichen Anteil daran, dass es derzeit so gut zwischen den ASV-Pfosten läuft, hat Torwart-Trainer Torsten Friedrich. „Er arbeitet sehr viel mit den Torhütern, hat die nötige Erfahrung und bringt Spaß in die Sache“, lobt Rothenpieler. Und Storbeck ergänzt: „Fichte ist ein wichtiger Bestandteil, hat sich sehr viel mit uns beschäftigt. Die Torhüterleistung im vergangenen Jahr war zu durchschnittlich. Was auch daran lag, dass jeder im Team sein eigenes Süppchen gekocht hat. Jetzt haben wir unseren Matchplan, wissen, wie wir die Spiele angehen wollen.“

Sowohl Storbeck als auch Krechel studieren intensiv Videomaterial, um sich die Wurfbilder der Gegenspieler einzuprägen. „Das machen sie immer noch, aber wir haben die Zusammenarbeit im Training mit der eigenen Abwehr intensiviert. Am wichtigsten ist jetzt, dass sie die Bälle in ihrer Ecke halten und mehr auf die Abwehr vertrauen“, macht Friedrich klar.

Beide Keeper verstehen sich

Neid auf die Leistung des jeweils anderen kennen weder Krechel noch Storbeck. „Das Verhältnis ist auch durch die momentane Situation absolut nicht belastet“, versichert Storbeck. „Wir verstehen uns wirklich blendend, sind immer im regen Austausch, machen unseren eigenen Matchplan.“ Krechel sieht das ähnlich, auch wenn es noch nicht soweit ist, dass sich beide „durch einen Blickkontakt selbst auswechseln, wenn es mal nicht so läuft, so wie es am Ende bei Martin Ziemer und mir war“, wie sich Friedrich an das Jahr des Erstliga-Aufstiegs 2009/2010 erinnert. „Jeder möchte immer viel spielen“, räumt Krechel ein, bestätigt aber ebenfalls, dass die Chemie stimmt. „Ich kann mich damit arrangieren, dass ich momentan ins zweite Glied gerutscht bin. Das Ziel steht über allem – und ich schaue Felix gerne zu.“

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