Rennrollstuhlfahrer Denis Schmutz aus Lünern ist weiter auf der Jagd nach der WM-Norm. Zuletzt fehlten nur drei Zehntel-Sekunden.

Lünern

, 04.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Nach der Enttäuschung beim Grand Prix in Notwill vor einer Woche hat sich Rennrollstuhlfahrer Denis Schmitz bei seinen weiteren Auftritten in der Schweiz eindrucksvoll zurückgemeldet. Bei zwei Wettkämpfen in Arbon nährte der Sportler vom RGS Bönen sogar die Hoffnung, die hohe Norm für die Weltmeisterschaft der Para-Leichtathleten im November in Dubai zu knacken.

Antreten darf Schmitz bei der WM nur über 100 Meter. Und über die Sprintdistanz steigerte er seine Jahresbestzeit bei ersten Wettkampf zunächst auf 19,95 Sekunden und dann in einem zweiten Rennen sogar auf 19,44. „Da hat er richtig einen rausgehauen. Das war klasse“, sagte Vater und Trainer Rüdiger Schmitz zum neuen deutschen Rekord in der Schadensklasse T33. Nur noch wenig fehlt dem Lünerner noch für die Norm. „Er ist beim Start einen Tacken zu spät losgefahren. Das waren die fehlenden drei Zehntel“, hat Rüdiger Schmitz beim Videostudium erkannt. Danach beschleunigte der Bönener Rennrollstuhlfahrer auf 25,4 km/h, ein neuer Bestwert, kam als Vierter ins Ziel.

In Arbon nahm Schmitz außerdem an zwei 200-m-Rennen teil. 36,16 und 35,11 Sekunden lauteten die Zeiten, womit Schmitz seinen eigenen deutschen Rekord verbesserte. Das bescherte ihn bei zweiten Auftritt gegen die starke Konkurrenz auf Großbritannien sogar den dritten Rang.

Einen Europarekord stellte der Bönener über 1500 m auf, obwohl die Mittelstrecke aufgrund der WM gar nicht auf den ernsthaft Trainingsplan stehen. Der Fokus liegt klar auf dem Spring. Auf 4:36,17 Minuten verbesserte Schmitz die eigene Marke deutlich (zuvor 4:59). Das Kurventraining in der Schweiz hatte sich ausgezahlt.

Vater und Sohn Schmitz wollen die Norm nun unbedingt schaffen. „Wir gucken jetzt, wo sind noch mal Wettkämpfe“, sagt Rüdiger Schmitz, der nach schnellen Bahnen sucht.

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